Arbeitende Mutter, schlechte Mutter?

geschrieben von Yavi Hameister

Yavi ist Autorin, Bloggerin, Frau, Mutter, ein Vorbild – für viele. So auch, wenn es um die Vereinbarkeit des Mutterdasein und des Jobs geht. Lest selber…

Seit der Schwangerschaft treffe ich mich mit einigen Müttern aus dem Geburtsvorbereitungskurs und es ist einfach toll, unsere Babys in allen Alters- und Entwicklungsstufen zu erleben. Mittlerweile sehen wir uns aber seltener, denn in Schottland ist es üblich, nach einigen Wochen postpartum wieder arbeiten zu gehen. Aus unserem Mutticlub sind also die meisten schon wieder back to work und es ist hier die normalste Sache der Welt. Wie in vielen andere Ländern auch.

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Sex in der Schwangerschaft: Der unfreiwillige Dreier

geschrieben von Alina Pelling

Guter Sex ist wie Fahrradfahren. Man kennt das Fahrverhalten, in welchem Winkel man bequem auf dem Sattel sitzt. Wie die Bremsen reagieren, wie man am schnellsten den Gipfel erklimmt. Wann die Kette wieder geölt werden muss, wann welcher Gang eingelegt wird. Mit der Schwangerschaft wird das geliebte Rad plötzlich unter dem Hintern weggezogen, und ein rostiger Drahtesel steht bereit! Und mit ihm ist alles neu, alles fühlt sich fremd an: Plötzlich quietscht es, das Licht funktioniert nicht mehr so richtig, irgendwie treten wir langsamer. Ein schwangerer Körper eben. 

Bevor ich schwanger wurde, fand ich den Gedanken schon immer etwas absurd: Dass plötzlich ein Kind im Bauch ist, während man sich auf dem Laken wälzt. Ein stiller Beobachter, ein ungewollter Dreier. Und doch dachte ich, mein Sexleben würde sich nicht verändern. Wird mir nicht passieren. Notiz an mein altes Ich: Es passiert. 

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„Du wirst es überleben“

geschrieben von Anna Stockheim

Eine Geburt wird das Schlimmste sein, was du je erlebst. Du wirst in ein Krankenhaus gehen und unter Schmerzen wortwörtlich entbunden – geht nicht anders, wurde ja auch schon immer so gemacht. Oder doch nicht?

Katharina hat ihre Kinder zwar auch in einem Krankenhaus, aber unter komplett anderen Umständen zur Welt gebracht. Obwohl sie während ihrer Schwangerschaft nur solche Horrorgeschichten erzählt bekam, konnte sich die junge Frau nicht vorstellen, dass jede Geburt so sein muss.

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Träume in der Schwangerschaft sind verstörend

geschrieben von Alina Pelling

Der Traum beginnt immer gleich. Und das seit Jahren. Immer und immer wieder durchlebe ich dieses Szenario in der Nacht: Ich stehe auf einer Wiese im beigen Flanell Pyjama, muss exakt 3x springen und kann dann fliegen wie Peter Pan. Ich gleite kurz unter den Wolken  – nicht über Nimmerland  – sondern über Hamburg,  die Beine zusammen, die Arme in meine Hüfte gestemmt. Eben wie Peter. Das Problem ist: Wo Peter ist, ist auch Hook. Und Kapitän Hook verfolgt mich. Die ganze verdammte Nacht. Er ist immer kurz hinter mir  – kurz davor meine Zehenspitzen zu berühren  –  und gönnt mir keine Pause. Manchmal mache ich auf Schornsteinen Halt, drehe mich kurz um, da ist er wieder mit seinem Piratenhut, ich schnappe nach Luft und muss weiter durch den Himmel hetzen. Hook erwischt mich nie, der Wecker oder eine volle Blase erlösen mich meist von der Jagd.  

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Liebe Freundin. Bitte lass dein Kind Zuhause!

geschrieben von Alina Pelling

Es heißt: Wenn man ein Kind bekommt, ändert sich das ganze Leben. Allerdings nicht nur für Euch, liebe Eltern. Auch für uns Nicht-Eltern wartet eine neue Realität: Denn oft hört Ihr uns nicht mehr richtig zu. Unser Gehirn versteht das: Da ist nun mal ein neuer Mensch. Ihr habt nun andere Sorgen. Trotzdem kann es uns in den Wahnsinn treiben. Aus einer einst großartigen Freundschaft werden zwei Welten mit einer kleinen Schnittmenge. Das erfordert Arbeit.  Das musste auch ich mit meiner Freundin lernen. Bei einer unserer ersten Verabredungen  nach der Geburt dachte ich, ich hätte eigentlich auf die Glückwunschkarte im Krankenhaus schreiben müssen:

 „Willkommen du kleiner neuer Mensch, und damit: Adieu, Freundin“. 

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