Bauchgefühl – wenn alles anders kommt

geschrieben von Sophie Blume

Das erste Mal ein Baby im Bauch. Bedacht, auf all das, was erlaubt und verboten ist, habe ich mich meiner ersten Schwangerschaft hingegeben.

Einmal die Woche zum Schwangerschaftsyoga, an jedem Abend unsere Runde durch den Park. Ich war verliebt in diese Zeit und in die vielen Gespräche und Fragen darüber, wie es wohl sein würde, mit einem Kind in unserem Leben.

Ich hatte viel Zeit für mich, denn als Erzieherin ohne vollen Impfschutz, war ich sofort raus aus dem Beruf. Doch das machte mir nicht viel aus, denn mir war in den ersten Monaten ohnehin sehr übel und im Anschluss überkam mich täglich diese bleierne Müdigkeit, der ich mich unheimlich gern hingab. Was habe ich diese spontanen Schläfchen genossen.  Weiterlesen „Bauchgefühl – wenn alles anders kommt“

Herz oder Kopf – meine (geplante) Geburt

Ich habe auch dieses Mal keine Angst vor der Geburt, also keine Angst um mich. Irgendwie ist es mir fast egal, wie die Geburt verläuft. Ich denke mir, dass ich mit allem auskommen würde. Mit großen Schmerzen, mit einer falsch gesetzten PDA, ja sogar mit dieser doofen Einleitung. Ich würde das schon irgendwie überstehen und dann mein Baby im Arm halten. Vergessen, wie die letzten Stunden verlaufen sind und nur meinen kleinen Jungen anhimmeln. Doch ich habe Angst. Angst vor Komplikationen. Angst, dass etwas schief laufen könnte. Angst, dass es unserem Baby nicht gut gehen könnte. Die letzten Monate haben meine Angst hochkochen lassen, sodass ich mir nicht mehr sicher bin, ob ich überhaupt in eine natürliche Geburt möchte. Weiterlesen „Herz oder Kopf – meine (geplante) Geburt“

Kaiserschnitt – Ist das nur der einfache Weg? TEIL 2

geschrieben von Malú Voß

Ich brauchte einen Moment, um die Worte zu verstehen und geriet in Panik. Was stimmte nicht? War etwas mit dem Baby nicht in Ordnung? Mein Mann war so auf mich konzentriert, dass er die Aussage des Arztes gar nicht mitbekommen hatte. Ich wiederholte immer und immer wieder, dass etwas nicht stimmt. Irgendwas lief schief. Dann stürmten auch schon lauter weitere Menschen in den OP. Unter Anweisungen wurde weiter geruckelt und dann endlich – der Babyjunge war draußen. Doch es blieb ruhig, er schrie nicht. Der Mini wurde von den Kinderärzten genommen und in den Nebenraum gebracht. Und da blieb er. Gefühlt eine halbe Ewigkeit. 

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Die Traumgeburt, die keine war.

Gastbeitrag: Geburtsbericht von Annika – theshadegirl

Nun saß ich da, auf dem Krankenhausbett. Ich trug diesen unglaublich unvorteilhaften OP-Kittel, mit dem ich mich fühlte wie Jack Nicholson in „Was das Herz begehrt“, während er mit nacktem Po verwirrt durch die Krankenhausflure irrt. Eine Schwester kam ins Zimmer und sagte: „Sie müssen bitte nochmal zu Fuß runter in den Kreißsaal.“ Schon wieder? Dachte ich. Sie hatten mich mehrfach nach unten gebeten und „zu Fuß“ bedeutete, dass es definitiv noch nicht losging. Im Kreißsaal angekommen bat mich die Ärztin in ein Untersuchungszimmer. „Wir können den Kaiserschnitt heute leider nicht durchführen“, teilte sie uns mit. Ich schaute sie an und dachte nur, das ist doch jetzt alles ein schlechter Scherz.

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