Vollblutmama trotz Krippe – wir lieben die Kitazeit!

Mein Kind ist 13 Monate alt und jetzt ein Krippenkind. Ein Satz, der für mich nicht wirklich schlimm klingt, aber bei manchen so einiges bewirken kann… Verständnislose Blicke sind da noch das kleinste Übel. Letztens musste ich mir eine Hand auf meiner Schulter gefallen lassen, die Mitgefühl ausdrücken sollte. Geldprobleme sind noch der beste Grund, um zu rechtfertigen, warum man sein Kind Fremdbetreuen lässt. Doch wenn ich sage, weshalb wir Alma wirklich so früh in die Kita geben, muss ich mir ein dickes Fell zulegen. Denn bereichernd und förderlich kann – nach den Meinungen unserer Gesellschaft – so eine Kindertagesstätte im Kleinkindalter wirklich nicht sein. Weiterlesen „Vollblutmama trotz Krippe – wir lieben die Kitazeit!“

Halbzeit – endlich kann ich mein Kind genießen

Zuerst hieß es: überleben. Jetzt heißt es: genießen. Endlich lebe ich mein Kind und meine Familie. Ich lebe in dieser neuen Lebenssituation. Sechs Monate lang war der Tag geschafft, als Alma im Bett lag und nun hat er kein Ende mehr. Ich liebe es auf einmal Mama zu sein. Ich liebe meine Verantwortung und mein Leben in der Elternzeit. Weiterlesen „Halbzeit – endlich kann ich mein Kind genießen“

Die Antwort ist mein Leben

Kennt ihr das, wenn ihr euch selber bei etwas ertappt? So ging es mir vor ein paar Tagen bei einem Gespräch mit einer Freundin, die einen Ratschlag von mir brauchte. Und den habe ich ihr gegeben. Doch davor habe ich mich bei ihr beschwert. Sagte ihr, dass ich mich momentan so unsicher fühle. Irgendwie gar nicht in meinem eigenen Körper, so als würde bei jedem Schritt, den ich mache ein bisschen etwas von mir verloren gehen, wie ein vollgesogener Schwamm, der Wasser verliert. Unreflektiert und unachtsam mit mir selber. Und so saß ich da und heulte ihr die Ohren voll und beim Aussprechen meiner Gedanken überkam mich ein komisches Gefühl im Bauch, doch dazu gleich mehr… Weiterlesen „Die Antwort ist mein Leben“

Unter meiner Haut

Früh habe ich angefangen und dann nicht mehr aufgehört. Ob ich es jetzt wieder so machen würde? Ich weiß es nicht. Ganz ohne finde ich auch schön – vielleicht also: ja, es könnte sein, dass ich, wenn ich mich heute neu entscheiden würde, Jungfrau bleiben würde. Nie das Piksen und das Summern selbst zu erleben, Geschichten und Lebensabschnitte eher im Kopf verblassen lasse, als sie unter meiner Haut aufleuchten zu sehen. Es könnte also sein, dass ich eine der wenigen wäre, die keine Tätowierungen hat. Doch viel schöner als die Vorstellung nackt zu sein, sind die Geschichten, die ich zu jeder meiner zehn Tätowierungen habe. Mit diesen zehn Freunden habe ich schon so einige Abende aufgelockert, frühere möchtegern Schwiegermütter verschreckt oder meinen Vater sagen hören: „Kind, wenn du in ein paar Jahren ein Stück Haut von meinem haarigen Bein auf deine Hüfte tackern willst, dann sag Bescheid.“ Aber seht einfach selber:

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Glauben

Da saßen wir. In einem kleinen Saal. Unter 200 Leuten. Und lauschten der Musik, die von vorne kam. Von einem Mann – geschätzt 60, dick, schwarz, ein richtiger Bär. Ein toller Mensch! So viel Gefühl, so viel Spirit. Nach zwei Stunden hatte ich das Gefühl, ihn richtig zu kennen. Kurz gesagt: Er spielt Klavier wie ein Gott. Und da sind wir schon beim Thema. Denn seine Musik ließ mich weggleiten, meinen Gedanken verlieren, ich war in einer Art Trance und beobachtete unbewusst seine Finger auf dem Klavier. Immer wieder kommen mir zwar Alltagsgedanken in den Kopf, die aber schnell wieder verwischten, denn seine Musik beschäftigte mich viel mehr. Was bedeuteten diese Töne, diese Melodie? Welche Geschichte möchte er uns erzählen? „Glauben“ kam mir immer wieder in den Sinn. Dieser Mann mit seiner Musik wollte uns etwas erzählen, das mit Glauben zu tun haben muss. Bei jedem Lied war ich mir sicherer, dass seine Finger in das Klavier eine Hymne eingravierten, die uns Zuhörern Glauben transportieren sollte. Vielleicht das Glauben an einen Gott, vielleicht glauben an Schicksal, vielleicht aber auch ein Glauben an uns alle.  Weiterlesen „Glauben“