Das Mamaherz

Und dann schaue ich sie an und frage mich: bin ich genug für dich? Ich weiß, dass du mich über alles liebst, aber bin ich die, die ich für dich sein will? Mein Mamaherz, blödes Mamaherz, tut manchmal nämlich richtig weh, dann, wenn ich zu ungeduldig mit ihr war. Dann, wenn die Zeit nicht reicht, um ihr Lieblingsessen zu kochen, dann, wenn ich sie morgens wecken muss, um sie in die Kita zu fahren, dann wenn ich sie abhole und sie auf dem Stein sitzt, ganz lieb und entspannt und den anderen Kindern beim Toben zuschaut. Dann, wenn ich an unseren freien Tagen nicht mit ihr um 6 Uhr aufstehen möchte und mir noch ein paar Minuten alleine im Bett genehmige, sie dafür ihre Stifte holt und sie zum Bett bringt, um ganz leise neben mir zu malen. Dann, wenn sie nachts schlecht träumt, zu uns ins Bett kommt und in meinem Arm sofort einschläft. Mein Mamaherz ist voll. Voller Liebe, voller Sorge, voller Zweifel. Denn, wer sagt mir, dass ich nicht noch besser für sie sein kann? Weiterlesen „Das Mamaherz“

Happy Birthday to me

Oh ja. Wieder ein Jahr älter. 25 Jahre habe ich somit schon geschafft und nehme mir heute endlich mal vor, mir selber zu gratulieren. Denn fürs Danke sagen und feiern haben wir meistens nur bei anderen Zeit. Wir, ja wir, sind uns gegenüber lieber kritisch. Nörgeln und verbessern in Dauerschleife, denn es geht uns alles nicht schnell, gut oder sogar perfekt genug. Ich drücke heute mal auf die Stopptaste und werde in die Füße atmen, mir kurz Zeit nehmen, mich wertzuschätzen und dankbar zu sein. Dankbar für meine Entwicklung in den letzten Jahren und für alles was ich lernen und sein durfte. Weiterlesen „Happy Birthday to me“

Halbzeit – endlich kann ich mein Kind genießen

Zuerst hieß es: überleben. Jetzt heißt es: genießen. Endlich lebe ich mein Kind und meine Familie. Ich lebe in dieser neuen Lebenssituation. Sechs Monate lang war der Tag geschafft, als Alma im Bett lag und nun hat er kein Ende mehr. Ich liebe es auf einmal Mama zu sein. Ich liebe meine Verantwortung und mein Leben in der Elternzeit. Weiterlesen „Halbzeit – endlich kann ich mein Kind genießen“

Die Antwort ist mein Leben

Kennt ihr das, wenn ihr euch selber bei etwas ertappt? So ging es mir vor ein paar Tagen bei einem Gespräch mit einer Freundin, die einen Ratschlag von mir brauchte. Und den habe ich ihr gegeben. Doch davor habe ich mich bei ihr beschwert. Sagte ihr, dass ich mich momentan so unsicher fühle. Irgendwie gar nicht in meinem eigenen Körper, so als würde bei jedem Schritt, den ich mache ein bisschen etwas von mir verloren gehen, wie ein vollgesogener Schwamm, der Wasser verliert. Unreflektiert und unachtsam mit mir selber. Und so saß ich da und heulte ihr die Ohren voll und beim Aussprechen meiner Gedanken überkam mich ein komisches Gefühl im Bauch, doch dazu gleich mehr… Weiterlesen „Die Antwort ist mein Leben“

Flasche gut. Alles gut.

Alma liegt in meinem Arm und schreit mit voller Kraft meine Brust an. So endet unsere Stillgeschichte. Für mich alles andere als leicht, nein, sogar echt schwer. Wie gerne hätte ich mein Kind ohne Hilfe ernährt. Obwohl man so dankbar sein kann, dass es Hilfe gibt. Denn nicht jedes Problem ist mit einer Stillberaterin gelöst und nicht jede Frau „muss einfach nur durchhalten“. Es gibt auch Frauen, die durch Krankheit, Eingriffe oder Schmerzen nicht stillen können und für diese gibt es Gott sei Dank Alternativen. Und zwar Milchpulver. Ich gehöre seit Kurzem auch zu diesen Frauen, die sich dankbar schätzen dürfen, darauf zurückgreifen zu können. Nur sitzt die Enttäuschung noch tief. Aber heulen hilft nicht… also packe ich meine Brüste ein und hole die Pulle ab jetzt raus. Aber von Anfang an: Weiterlesen „Flasche gut. Alles gut.“