Geburtsbericht Teil II – Immer an meiner Seite

13 Uhr. Bis mir der Ballon herausfällt, sollte ich auf der Station warten und kam in ein Zimmer mit einer anderen schwangeren Frau – immer an meiner Seite Hörby. Die Frau war nett und sehr ruhig. Doch als wir einen Moment alleine hatten, Hörby für mich etwas zu essen geholt hatte, fragte ich sie, warum sie hier sein muss und sie erzählte mir von ihren Komplikationen, die sie nun bis zu Geburt ans Bett fesseln werden. Sie war zurzeit in der 28. Schwangerschaftswoche und keiner machte ihr große Hoffnungen, dass sie noch lange schwanger sein wird. Weiterlesen „Geburtsbericht Teil II – Immer an meiner Seite“

Geburtsbericht Teil I – Der letzte Tag meiner Schwangerschaft

„Nina, er ist da. Hier ist dein Sohn!“, ich schaute erschöpft hoch und sah diesen kleinen Menschen, der mir angereicht wurde, wie Nala aus König der Löwen. Bevor ich ihn an mich ziehen konnte, fiel ich aber noch einmal kurz zurück, machte die Augen zu und fühlte etwas, was man nicht mit Worten beschreiben kann. In dieser einen Sekunde fiel jede Sorge, jede Angst von mir ab und da war nur noch eins: pure Dankbarkeit, pure Liebe.

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Herz oder Kopf – meine (geplante) Geburt

Ich habe auch dieses Mal keine Angst vor der Geburt, also keine Angst um mich. Irgendwie ist es mir fast egal, wie die Geburt verläuft. Ich denke mir, dass ich mit allem auskommen würde. Mit großen Schmerzen, mit einer falsch gesetzten PDA, ja sogar mit dieser doofen Einleitung. Ich würde das schon irgendwie überstehen und dann mein Baby im Arm halten. Vergessen, wie die letzten Stunden verlaufen sind und nur meinen kleinen Jungen anhimmeln. Doch ich habe Angst. Angst vor Komplikationen. Angst, dass etwas schief laufen könnte. Angst, dass es unserem Baby nicht gut gehen könnte. Die letzten Monate haben meine Angst hochkochen lassen, sodass ich mir nicht mehr sicher bin, ob ich überhaupt in eine natürliche Geburt möchte. Weiterlesen „Herz oder Kopf – meine (geplante) Geburt“

Und auf einmal wird alles ganz schwer

Ich kann gar nicht genau sagen, welcher der schlimmste Moment war. War es der Gang zur Toilette, bei dem ich genau wusste, wie es ausgehen wird? Bei dem ich wusste, dass wenn ich gleich das ganze Blut sehe, es vorbei ist. War es der Moment, in dem ich im Sand des Beachcafes lag, meine Mutter mir sagte, dass ich nun für Alma stark sein muss und meine kleine Tochter im Hintergrund auf dem Schoss meines Bruders sah? Oder war es der Moment im Krankenwagen, als der Sanitäter mich mit seinen Worten „Ja, wahrscheinlich haben Sie ihr Baby verloren“ bestätigte? Weiterlesen „Und auf einmal wird alles ganz schwer“

Kaiserschnitt – Ist das nur der einfache Weg? TEIL 2

geschrieben von Malú Voß

Ich brauchte einen Moment, um die Worte zu verstehen und geriet in Panik. Was stimmte nicht? War etwas mit dem Baby nicht in Ordnung? Mein Mann war so auf mich konzentriert, dass er die Aussage des Arztes gar nicht mitbekommen hatte. Ich wiederholte immer und immer wieder, dass etwas nicht stimmt. Irgendwas lief schief. Dann stürmten auch schon lauter weitere Menschen in den OP. Unter Anweisungen wurde weiter geruckelt und dann endlich – der Babyjunge war draußen. Doch es blieb ruhig, er schrie nicht. Der Mini wurde von den Kinderärzten genommen und in den Nebenraum gebracht. Und da blieb er. Gefühlt eine halbe Ewigkeit. 

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