Ich bereue meine Abtreibung sehr – im Gespräch mit drei Frauen

Es gibt Entscheidungen im Leben, die sind schwerwiegend. Entscheidungen, die können unser ganzes Leben verändern. So auch die Entscheidung für oder gegen ein Kind. Eine Entscheidung, die vor dem Sex getroffen werden sollte und falls dem nicht so ist, es aus Gründen eben doch zu einer Schwangerschaft gekommen ist, gibt es die Option des Schwangerschaftsabbruchs – die jede Frau bei uns in Deutschland selbstständig wählen darf.  

Vor ein paar Wochen haben wir euch die Geschichte von einer Frau erzählt, die heute sagt, dass ihr Abbruch für sie auch noch jetzt – viele Jahre später – die richtige Entscheidung war. Dass das aber nicht die Regel ist, habe ich nun erfahren, als ich mich mit drei Frauen unterhalten habe, die mir genau das Gegenteil erzählt haben. Drei Frauen, die ihren Schwangerschaftsabbruch zutiefst bereuen. 

Ein sehr sensibles Thema, über das sich kein Außenstehender eine Meinung bilden darf und trotzdem ein Thema, dass von beiden Seiten beleuchtet werden sollte. Damit verstanden wird, dass eine Abtreibung kein kleiner Eingriff ist, sondern etwas ist, was das Leben verändern wird.   

*Alle Namen wurden von der Redaktion geändert.

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Die absolute Freiheit ist, dass alle die gleichen Chancen haben

geschrieben von Anna Stockheim

Heute lest ihr an dieser Stelle keinen langen Text von mir, sondern ein Interview, denn ich möchte einer anderen Frau eine Stimme geben. Anne ist 36, Mutter dreier Kinder und lebt in Berlin. Eigentlich sollten das die einzigen Informationen zu ihr sein, die zählen. Doch ihre Realität ist eine andere:

Anne ist Schwarz, sie und ihre Kinder sind beinahe täglich Rassismus ausgesetzt. Weiterlesen „Die absolute Freiheit ist, dass alle die gleichen Chancen haben“

Kita ist nichts für uns – wir leben kitafrei!

geschrieben von Anna Stockheim 

Endlich! Ein Ende der Kitaschließungen ist in Sicht und für einige Eltern sogar bereits in greifbarer Nähe. Ab August soll in einigen Bundesländern wieder Regelbetrieb herrschen und bis dahin erfolgt eine langsame, stufenweise Öffnung nach Altersklassen und Bedürfnissen. So gehen zuerst die Vorschüler zurück in die Kindertagespflegen und binnen weniger Monate folgen ihnen auch die restlichen Kinder. Vorerst sind nicht überall volle Tage angedacht, sondern nur einige Stunden Betreuung, doch diese schaffen die Möglichkeit, kurz in Ruhe zu arbeiten oder das Chaos der letzten Wochen auf Vordermann zu bringen. Circa 93 Prozent der Kinder zwischen drei und sechs Jahren werden in Kindertagesstätten betreut, bei den unter Dreijährigen ist die Quote jedoch mit rund nur einem Drittel viel geringer. Die restlichen Kinder sind nicht in der Kita, sondern daheim.

Wie, keine Kita? Die ganze Zeit mit den Kindern in den eigenen vier Wänden, wie in den letzten Monaten? Ja, genau! Einige Eltern entscheiden sich bewusst dafür, ihre Kinder selbst zu betreuen, ihren Anspruch auf Fremdbetreuung nicht geltend zu machen und kurzgesagt „kitafrei“ zu leben. Weiterlesen „Kita ist nichts für uns – wir leben kitafrei!“

Notbetreuung ist kein Kinderparadies! – Im Gespräch mit Erziehern in Deutschland

Ich möchte mir kein Urteil erlauben. Ich bin keine Expertin, keine Virologin, keine Politikerin, keine, die etwas zu sagen hat. Ich bin „nur“ eine Mama, die das Beste für ihre Kinder will und eine, die auch noch gerne arbeitet und auch ab und an alleine durchatmen möchte. Doch die momentane Situation, bedingt durch die Schließungen der Kitas, erlaubt mir, nicht meinen Bedürfnissen Raum zu schenken, sie erlaubt mir auch nicht, dass ich meinem Kind ermögliche, was es dringend braucht: soziale Kontakte. Sie ermöglicht mir nicht, zu arbeiten und ausgelassen zu sein – eher ausgelastet bis zum Anschlag. Aber so ist es nun mal gerade. Ich kann nichts dran ändern und wisst ihr was? Ich möchte es auch nicht. Denn ich bin froh, dass ich nicht in der Verantwortung bin, über viele, viele Menschenleben zu entscheiden. Ich kann es nämlich nicht und bin mir sicher, dass die, die für solche Entscheidungen verantwortlich sind, ihr Bestes tun, um keinen Fehler zu machen. Um zu verstehen, wie es wäre, wenn Kitas ihre Türen wieder für mehr Kinder öffnen würden, wenn die Notbetreuung ausgebaut werden würde (die bis jetzt nur für Eltern in systemrelevanten Berufen geöffnet hat), habe ich mich umgehört und vier Erzieher gefragt, wie es denn gerade ist… in Zeiten von Corona, Angst, Unsicherheiten und der Arbeit in einer Notbetreuung.

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Gewalt unter der Geburt – Jede Frau hat das Recht ihre Geschichte zu erzählen

Bis vor kurzem wusste ich gar nicht, dass es Gewalt im Kreißsaal überhaupt gibt. Ich habe mich gefragt, was Gewalt bedeuten soll und ein wenig dumm behauptet, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Frauen unter der Geburt gewalttätig behandelt werden. Weiterlesen „Gewalt unter der Geburt – Jede Frau hat das Recht ihre Geschichte zu erzählen“