Farben sind für alle da

Wie soll ich euch denn nun erzählen, was ich in meinem Bauch habe? Die wichtigen Fakten kennt ihr alle: es ist ein Baby. Ein Zitronenbaby. Und doch gibt es da eine wesentliche Sache, die ich euch noch nicht berichtet habe. Denn irgendwie rückte diese Tatsache in den letzten Wochen so weit in den Hintergrund, dass sie nicht nur für mich irrelevant schien. Nach den ganzen Schreckensnachrichten war mir noch mehr – als eh schon – egal, was für ein Geschlecht unser Baby hat und trotzdem wurde „es“ ziemlich schnell sichtbar. Als der Arzt das Geheimnis lüftete, liefen bei mir erst einmal die Tränen. Vor Rührung, vor Glück, vor Stolz, denn irgendwie machte diese Information unser Baby greifbarer. Nach all den Diagnosen, die ich erfahren habe, konnte ich mir endlich etwas Schönes vorstellen. Hatte ein Bild vor Augen… von uns zu viert.  Weiterlesen „Farben sind für alle da“

Na was wird’s denn jetzt?

Als ich mit meiner Mutter im Krankenhaus war und die Ärzte den vierten Ultraschall innerhalb von zwei Tagen gemacht haben, die Ärztin sagte, dass alles okay sei, sich das Baby aber im Detail anschaute, hielt es meine Mutter nicht mehr aus und fragte die Ärztin: „Haben sie da gerade „er“ zum Baby gesagt?“ Die Ärztin schaute darauf zu mir und erkannt – glaube ich – in meinem Blick, dass sie diese Frage nicht beantworten muss und das tat sie auch nicht. Es kam nur ein: „Ich konnte es nicht erkennen.“ Weiterlesen „Na was wird’s denn jetzt?“

Das 1. Trimester

In Almas Schwangerschaft bin ich jeden Tag aufgestanden und habe imaginär ein Kreuz in den Kalender eingetragen: Wieder ein Tag geschafft. Wieder ein Tag näher am Geburtstermin. In dieser Schwangerschaft ist aber alles anders… Es ist nicht so, als würde ich die Schwangerschaft nicht bemerken, oder als würde sie an mir vorbeiziehen, es ist eher so, dass ich weiß, was auf mich zukommt. Dass ich weiß, dass es nicht schneller geht, wenn ich Kreuze in einen Kalender eintrage. Und irgendwie ist diese Schwangerschaft auch noch mal etwas ganz anderes, weil ich mich so sehr drauf gefreut habe. Ich könnte jahrelang schwanger sein – sage ich heute, nachdem das 1. Trimester vorbei ist und es mir wieder richtig gut geht. Weiterlesen „Das 1. Trimester“

Eine volle Hose ist nicht immer eine volle Hose

Und nun liege ich hier. Morgens um 6 Uhr mit ganz müden Augen, einem warmen Kakao in der Hand und einem trampelnden Baby im Bauch. Dieser Satz ist eigentlich ziemlich irrelavant für die kommende Geschichte, aber ich wollte unbedingt das trampelnde Baby erwähnen. Also gut spulen wir zwei Tage zurück…

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