Ihr Blick ist leer und hoffnungslos – das Leben in Kara Tepe

geschrieben von Anna Stockheim

Es ist früh am Morgen und die ersten Menschen werden wach. Eine Frau sitzt bereits auf einem Felsen, den Blick in die Ferne gerichtet, im Hintergrund schwappen die Wellen gegen die kalten Steine. Ein idyllisches Bild, beinahe wie aus der letzten Urlaubsreise in Griechenland. Doch der Blick der Frau ist leer, hoffnungslos und ihre Augen sind auch nicht auf eine strahlende Hotelanlage, sondern auf weiße Zelte gerichtet. Kara Tepe – das neue Moria, nur schlimmer. 

Der Name der Frau auf dem Bild ist Mahnaz, sie ist tatsächlich in Griechenland, aber ihre Reise ist definitiv kein Urlaub. Die Afghanin sehnte sich nach einem besseren Leben für sich und ihre Familie, ohne den Schrecken des Krieges, floh aus ihrem Heimatland und steckt nun im Zeltlager Kara Tepe fest.

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