„Sie heißt wie eine Buchhandlung!?“: Von der Bürde, ein Kind zu benennen

Geschrieben von: Alina Pelling

Wir hatten sie uns so zuckersüß vorgestellt: Ein kleines Mädchen, blonde Hobbit-Locken, Cord-Latzhose und Grübchen, spielt mit ihren Gummistiefeln in einer Pfütze und dreht sich frech grinsend zu uns herum, wenn wir sie rufen: „Komm, Thalia!“

Uns gefiel der Name und – wenn überhaupt – dachten wir an die griechische Muse der Dichtung und Unterhaltung. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, so wenigen Menschen wie möglich von unseren Namensideen zu erzählen. Aber ich trage das Herz auf der Zunge und da wir schon das Geschlecht nicht wissen, wollte ich zumindest über Namen plaudern. Na gut, seien wir ehrlich: Ich wollte nur einmal die Bestätigung hören: „Och, süß. Das ist ja ein niedlicher Name!“. Stattdessen entsetzte Gesichter, hochgezogene Augenbrauen, verwirrte Emojis bei WhatsApp: „Thalia?! So wie die Buchhandlung?“. Das hatten wir völlig verpennt. Dadüm. Seitdem schwebt über unserem kleinen Pfützenmädchen ein großes Fragezeichen, und wir können Sie in Gedanken gar nicht mehr zum Essen reinrufen. 

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Sex in der Schwangerschaft: Der unfreiwillige Dreier

geschrieben von Alina Pelling

Guter Sex ist wie Fahrradfahren. Man kennt das Fahrverhalten, in welchem Winkel man bequem auf dem Sattel sitzt. Wie die Bremsen reagieren, wie man am schnellsten den Gipfel erklimmt. Wann die Kette wieder geölt werden muss, wann welcher Gang eingelegt wird. Mit der Schwangerschaft wird das geliebte Rad plötzlich unter dem Hintern weggezogen, und ein rostiger Drahtesel steht bereit! Und mit ihm ist alles neu, alles fühlt sich fremd an: Plötzlich quietscht es, das Licht funktioniert nicht mehr so richtig, irgendwie treten wir langsamer. Ein schwangerer Körper eben. 

Bevor ich schwanger wurde, fand ich den Gedanken schon immer etwas absurd: Dass plötzlich ein Kind im Bauch ist, während man sich auf dem Laken wälzt. Ein stiller Beobachter, ein ungewollter Dreier. Und doch dachte ich, mein Sexleben würde sich nicht verändern. Wird mir nicht passieren. Notiz an mein altes Ich: Es passiert. 

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Zwei unter Drei – mein Leben als zweifach Mama

Acht Monate zweifach Mama und es hieß, es wird sich viel verändern. Aber nein, es hat sich bis jetzt gar nicht so viel verändert. Denn meine Angst vor dem zweiten Kind war – bis jetzt – unberechtigt. Viel mehr: Es ist schöner, entspannter und leichter, als ich es mir jemals vorgestellt habe. Mal schauen, wie lange es noch so bleibt…

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Ich hatte einfach mein Baby vergessen – Traumdeutung

geschrieben von Anna Stockheim

Es ist dunkel und du fühlst dich immer schwerer, dein Puls wird langsamer und deine Muskeln entspannen sich. Kurz gesagt: Du schläfst ein. Diese Zeit des Einschlafens ist eine von fünf Schlafphasen in der Nacht. Eine weitere ist die Traumphase, in der unser Unterbewusstsein die schönsten, skurrilsten oder auch schrecklichsten Dinge erleben kann.

„Noch bevor ich schwanger wurde, träumte ich ständig davon, mein Baby zu vergessen und es erst nach Tagen zu finden. Ich wusste einfach nicht, was das bedeuten soll, immerhin würde ich mein Kind ja nicht wirklich tagelang z.B. in der Küche liegen lassen.“ Helene plagte dieser Traum lange, doch als sie wirklich ein Baby erwartete, hörten sie auf. Bedeutet das etwa, dass sie ihr Kind vernachlässigen wird?

Unsere Träume können uns laut unterhaltsamen TV-Formaten und diverser Websites viel über unsere Wünsche, inneren Konflikte und Beziehungen verraten. Doch Traumdeutung ist keine Erfindung der Neuzeit, um das Wirr-Warr in unseren Köpfen zu ordnen, sondern hat seine Ursprünge schon vor Jahrtausenden. 

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Liebe Freundin. Bitte lass dein Kind Zuhause!

geschrieben von Alina Pelling

Es heißt: Wenn man ein Kind bekommt, ändert sich das ganze Leben. Allerdings nicht nur für Euch, liebe Eltern. Auch für uns Nicht-Eltern wartet eine neue Realität: Denn oft hört Ihr uns nicht mehr richtig zu. Unser Gehirn versteht das: Da ist nun mal ein neuer Mensch. Ihr habt nun andere Sorgen. Trotzdem kann es uns in den Wahnsinn treiben. Aus einer einst großartigen Freundschaft werden zwei Welten mit einer kleinen Schnittmenge. Das erfordert Arbeit.  Das musste auch ich mit meiner Freundin lernen. Bei einer unserer ersten Verabredungen  nach der Geburt dachte ich, ich hätte eigentlich auf die Glückwunschkarte im Krankenhaus schreiben müssen:

 „Willkommen du kleiner neuer Mensch, und damit: Adieu, Freundin“. 

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