Voller Weltschmerz und der Erkenntnis, dass am Ende doch nur eins zählt.

Mit dem Glasreiniger bewaffnet stehe ich in der Küche, die Sonne durchflutet unsere Wohnung, mein Sohn schläft in seiner Wippe und meine Tochter tanzt mit ihrer Puppe ausgelassen und voller Lebensfreude durchs Wohnzimmer.  Und mir, mir wird heiß und kalt, in meinem Kopf zu viele Gedanken, ein großes Loch, dass immer größer wird und die bedeutende Frage, die alles verändert. Was passiert hier nur mit uns? Weiterlesen „Voller Weltschmerz und der Erkenntnis, dass am Ende doch nur eins zählt.“

Überfürsorge. Angst um mein Kind.

Damit hatte ich nicht gerechnet. Diese Angstfantasien machen mich ganz wahnsinnig. Mein Gehirn hat sich in ein Horrorfilmstudio verwandelt: Sie darf nicht fallen, ich nicht stürzen, wenn ich sie auf dem Arm habe. Egal wo ich bin, alles ist eine Gefahr. Dieses kleine Bündel Leben auf meinem Arm, wie eine gefrorene Seifenblase, die nur bei der kleinsten Bewegung zu viel droht, kaputtzugehen. Meine ersten Wochen als Mama verbringe ich damit mir Sorgen zu machen. Angst zu haben, dass meinem Kind etwas passieren könnte. Und es hört nicht auf… nach fast einem Jahr frage ich mich: Wie viel Sorgen machen ist eigentlich gesund?

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Glauben

Da saßen wir. In einem kleinen Saal. Unter 200 Leuten. Und lauschten der Musik, die von vorne kam. Von einem Mann – geschätzt 60, dick, schwarz, ein richtiger Bär. Ein toller Mensch! So viel Gefühl, so viel Spirit. Nach zwei Stunden hatte ich das Gefühl, ihn richtig zu kennen. Kurz gesagt: Er spielt Klavier wie ein Gott. Und da sind wir schon beim Thema. Denn seine Musik ließ mich weggleiten, meinen Gedanken verlieren, ich war in einer Art Trance und beobachtete unbewusst seine Finger auf dem Klavier. Immer wieder kommen mir zwar Alltagsgedanken in den Kopf, die aber schnell wieder verwischten, denn seine Musik beschäftigte mich viel mehr. Was bedeuteten diese Töne, diese Melodie? Welche Geschichte möchte er uns erzählen? „Glauben“ kam mir immer wieder in den Sinn. Dieser Mann mit seiner Musik wollte uns etwas erzählen, das mit Glauben zu tun haben muss. Bei jedem Lied war ich mir sicherer, dass seine Finger in das Klavier eine Hymne eingravierten, die uns Zuhörern Glauben transportieren sollte. Vielleicht das Glauben an einen Gott, vielleicht glauben an Schicksal, vielleicht aber auch ein Glauben an uns alle.  Weiterlesen „Glauben“

Das letzte Mal…

Wahnsinn wie viele erste Male ich in den letzten Monaten hatte. Das erste Mal einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten, das erste Mal das Herz meines Kindes hören, das erste Mal ein Zappeln spüren, das erste Mal richtige Angst bekommen, das erste Mal Wehen spüren, das erste Mal merken, dass da wohl etwas in meinem Leben passiert, was viel wichtiger ist, als alles was bis jetzt geschehen ist. Weiterlesen „Das letzte Mal…“

Horrorvorstellung Wochenbett – Wieso werde ich nicht gefragt?

Normalerweise, wenn ich eine dieser ganz normalen Bloggermamis wäre (sorry – ich hoffe es fühlt sich keiner angegriffen), würde dieser Text mit einem „Ich kann es gar nicht abwarten, die ersten Tage mit meinem Kind zu verbringen…“ anfangen. Doch das bin ich nicht und das tue ich nicht. Denn wie schon öfters erwähnt, macht die Geburt mir wenig Angst. Das Wochenbett und die Tage nach dem großen Knall dafür umso mehr. Und das hat einen ganz bestimmten Grund: Wie werde ich meine Anhängsel los?

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