„Du wirst es überleben“

geschrieben von Anna Stockheim

Eine Geburt wird das Schlimmste sein, was du je erlebst. Du wirst in ein Krankenhaus gehen und unter Schmerzen wortwörtlich entbunden – geht nicht anders, wurde ja auch schon immer so gemacht. Oder doch nicht?

Katharina hat ihre Kinder zwar auch in einem Krankenhaus, aber unter komplett anderen Umständen zur Welt gebracht. Obwohl sie während ihrer Schwangerschaft nur solche Horrorgeschichten erzählt bekam, konnte sich die junge Frau nicht vorstellen, dass jede Geburt so sein muss.

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Träume in der Schwangerschaft sind verstörend

geschrieben von Alina Pelling

Der Traum beginnt immer gleich. Und das seit Jahren. Immer und immer wieder durchlebe ich dieses Szenario in der Nacht: Ich stehe auf einer Wiese im beigen Flanell Pyjama, muss exakt 3x springen und kann dann fliegen wie Peter Pan. Ich gleite kurz unter den Wolken  – nicht über Nimmerland  – sondern über Hamburg,  die Beine zusammen, die Arme in meine Hüfte gestemmt. Eben wie Peter. Das Problem ist: Wo Peter ist, ist auch Hook. Und Kapitän Hook verfolgt mich. Die ganze verdammte Nacht. Er ist immer kurz hinter mir  – kurz davor meine Zehenspitzen zu berühren  –  und gönnt mir keine Pause. Manchmal mache ich auf Schornsteinen Halt, drehe mich kurz um, da ist er wieder mit seinem Piratenhut, ich schnappe nach Luft und muss weiter durch den Himmel hetzen. Hook erwischt mich nie, der Wecker oder eine volle Blase erlösen mich meist von der Jagd.  

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Ich hatte einfach mein Baby vergessen – Traumdeutung

geschrieben von Anna Stockheim

Es ist dunkel und du fühlst dich immer schwerer, dein Puls wird langsamer und deine Muskeln entspannen sich. Kurz gesagt: Du schläfst ein. Diese Zeit des Einschlafens ist eine von fünf Schlafphasen in der Nacht. Eine weitere ist die Traumphase, in der unser Unterbewusstsein die schönsten, skurrilsten oder auch schrecklichsten Dinge erleben kann.

„Noch bevor ich schwanger wurde, träumte ich ständig davon, mein Baby zu vergessen und es erst nach Tagen zu finden. Ich wusste einfach nicht, was das bedeuten soll, immerhin würde ich mein Kind ja nicht wirklich tagelang z.B. in der Küche liegen lassen.“ Helene plagte dieser Traum lange, doch als sie wirklich ein Baby erwartete, hörten sie auf. Bedeutet das etwa, dass sie ihr Kind vernachlässigen wird?

Unsere Träume können uns laut unterhaltsamen TV-Formaten und diverser Websites viel über unsere Wünsche, inneren Konflikte und Beziehungen verraten. Doch Traumdeutung ist keine Erfindung der Neuzeit, um das Wirr-Warr in unseren Köpfen zu ordnen, sondern hat seine Ursprünge schon vor Jahrtausenden. 

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Voller Weltschmerz und der Erkenntnis, dass am Ende doch nur eins zählt.

Mit dem Glasreiniger bewaffnet stehe ich in der Küche, die Sonne durchflutet unsere Wohnung, mein Sohn schläft in seiner Wippe und meine Tochter tanzt mit ihrer Puppe ausgelassen und voller Lebensfreude durchs Wohnzimmer.  Und mir, mir wird heiß und kalt, in meinem Kopf zu viele Gedanken, ein großes Loch, dass immer größer wird und die bedeutende Frage, die alles verändert. Was passiert hier nur mit uns? Weiterlesen „Voller Weltschmerz und der Erkenntnis, dass am Ende doch nur eins zählt.“

Überfürsorge. Angst um mein Kind.

Damit hatte ich nicht gerechnet. Diese Angstfantasien machen mich ganz wahnsinnig. Mein Gehirn hat sich in ein Horrorfilmstudio verwandelt: Sie darf nicht fallen, ich nicht stürzen, wenn ich sie auf dem Arm habe. Egal wo ich bin, alles ist eine Gefahr. Dieses kleine Bündel Leben auf meinem Arm, wie eine gefrorene Seifenblase, die nur bei der kleinsten Bewegung zu viel droht, kaputtzugehen. Meine ersten Wochen als Mama verbringe ich damit mir Sorgen zu machen. Angst zu haben, dass meinem Kind etwas passieren könnte. Und es hört nicht auf… nach fast einem Jahr frage ich mich: Wie viel Sorgen machen ist eigentlich gesund?

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