Unter meiner Haut

Früh habe ich angefangen und dann nicht mehr aufgehört. Ob ich es jetzt wieder so machen würde? Ich weiß es nicht. Ganz ohne finde ich auch schön – vielleicht also: ja, es könnte sein, dass ich, wenn ich mich heute neu entscheiden würde, Jungfrau bleiben würde. Nie das Piksen und das Summern selbst zu erleben, Geschichten und Lebensabschnitte eher im Kopf verblassen lasse, als sie unter meiner Haut aufleuchten zu sehen. Es könnte also sein, dass ich eine der wenigen wäre, die keine Tätowierungen hat. Doch viel schöner als die Vorstellung nackt zu sein, sind die Geschichten, die ich zu jeder meiner zehn Tätowierungen habe. Mit diesen zehn Freunden habe ich schon so einige Abende aufgelockert, frühere möchtegern Schwiegermütter verschreckt oder meinen Vater sagen hören: „Kind, wenn du in ein paar Jahren ein Stück Haut von meinem haarigen Bein auf deine Hüfte tackern willst, dann sag Bescheid.“ Aber seht einfach selber:

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Freundschaft plus. Geht das gut?

Ohne jegliche Zweifel habe ich im Februar 2017 meinen Freundinnen erzählt, dass ich ein Kind bekommen werde. Dieses Gerücht, ein Kind würde die Freundschaft belasten, wird bei mir nicht zutreffen, da war ich mir sicher! Und nun – knapp ein Jahr später – sitze ich in meinem Wohnzimmer und schreibe diesen Text, einen Text über meine Freunde und mich. Mein Leben hat sich drastisch verändert. Ist schöner geworden und lebendiger und mit mindestens zwei Menschen weniger in meinem Leben, als noch vor dem Baby. Spannend an der ganzen Sache ist, dass Alma damit am wenigsten zu tun hat. 

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Mein Jahresrückblick 2017

Am Silvesterabend saß ich um kurz vor 12 im Nieselregen auf einer kalten Stufe und blickte auf den See in Nähe des Ferienhäuschens. Ich weinte und hypnotisiert traurig mein Glas Rotwein. Denn dieser Abend hatte nichts mit dem letzten Jahr zutun. Mit dem Jahr voller Freude und Glück. An diesem Tag war gar nichts so, wie wir es uns ausgemalt hatten – nein, noch schlimmer, er lief ziemlich schief. Also hängte ich mich daran auf und wollte am liebsten noch vor Mitternacht ins Bett. Meine Freunde, mit denen wir feiern wollten, lagen mit einer Lebensmittelvergiftung im Krankenhaus, Alma im Tiefschlaf im Bett und der Rest schaute auf Grund der miesen Stimmung Fernsehen. Ich bin ja echt kein Silvesterfreak, doch sollte der letzte Abend des Jahres doch wenigstens ein bisschen unsere letzten tollen zwölf Monate widerspiegeln. Weiterlesen „Mein Jahresrückblick 2017“

Glauben

Da saßen wir. In einem kleinen Saal. Unter 200 Leuten. Und lauschten der Musik, die von vorne kam. Von einem Mann – geschätzt 60, dick, schwarz, ein richtiger Bär. Ein toller Mensch! So viel Gefühl, so viel Spirit. Nach zwei Stunden hatte ich das Gefühl, ihn richtig zu kennen. Kurz gesagt: Er spielt Klavier wie ein Gott. Und da sind wir schon beim Thema. Denn seine Musik ließ mich weggleiten, meinen Gedanken verlieren, ich war in einer Art Trance und beobachtete unbewusst seine Finger auf dem Klavier. Immer wieder kommen mir zwar Alltagsgedanken in den Kopf, die aber schnell wieder verwischten, denn seine Musik beschäftigte mich viel mehr. Was bedeuteten diese Töne, diese Melodie? Welche Geschichte möchte er uns erzählen? „Glauben“ kam mir immer wieder in den Sinn. Dieser Mann mit seiner Musik wollte uns etwas erzählen, das mit Glauben zu tun haben muss. Bei jedem Lied war ich mir sicherer, dass seine Finger in das Klavier eine Hymne eingravierten, die uns Zuhörern Glauben transportieren sollte. Vielleicht das Glauben an einen Gott, vielleicht glauben an Schicksal, vielleicht aber auch ein Glauben an uns alle.  Weiterlesen „Glauben“

Wer nicht fragt ist doof.

Dieses Instagram ist nicht nur schön, um sich mitzuteilen, es macht auch noch richtig Spaß. Ich hätte niemals gedacht, dass ich so eine tolle Community aufbauen kann, die sich so untereinander bereichert. Naja, ich gebe zu, meistens helfen die anderen mir aus der Patsche und beantworten meinen vielen Fragen. Damit ich wenigstens ein bisschen was zurückgeben kann, habe ich mir überlegt, dass ich euch auf mamaaempf immer mal wieder ein paar von euren Tipps veröffentliche! Weiterlesen „Wer nicht fragt ist doof.“