Unser Zitronenbaby

Zwischen Freudentränen, Unruhe und tiefster Zuversicht freuen wir uns wahnsinnig auf dich. Dich, du unbekanntes Wesen, welches vielleicht zu einem so friedlichen, lustigen Menschen heranwächst, wie es deine Schwester Alma ist. So oder so ist mir klar, dass du, kleine Zitrone, unser Leben auf den Kopf stellen wirst. Du wirst alles noch mal viel anstrengender machen, viel aufregender und ohne dich zu kennen, weiß ich jetzt schon, dass es in erster Linie viel schöner wird – unser Leben mit dir, unser Leben zu viert. Weiterlesen „Unser Zitronenbaby“

Was ich nicht mag, muss nicht bleiben – tschöö Zornesfalte

Ich glaube es nicht, dass es so weit gekommen ist! Dass ich wirklich hier – auf meinem Blog – über meine Zornesfalte schreibe. Als ich diesen Satz tippe, muss ich laut lachen, denn hey: meine Zornesfalte bekommt einen eigenen Beitrag? Was passiert als nächstes? Ein Beitrag über meine Hornhaut oder Scharmhaare? Soweit lassen wir es bitte nicht kommen. Aber, da sind wir schon beim Thema, ich habe mich heute nicht hingesetzt und stundenlang darüber nachgedacht, was ich heute für euch schreiben könnte. Vielmehr habe ich immer wieder von euch Fragen zu meiner Zornesfalte bekommen oder eher dazu, dass ich letztens erzählt habe, dass ich mir sie habe wegmachen lassen. Ihr wollt wissen: wieso, weshalb, warum und daher nutze ich heute einfach mal meine freie Stunde, um euch davon zu berichten. Also jetzt mal Tacheles: ich habe Botox in der Stirn und ihr wollt mehr darüber wissen, also lest selbst: Weiterlesen „Was ich nicht mag, muss nicht bleiben – tschöö Zornesfalte“

Das Mamaherz

Und dann schaue ich sie an und frage mich: bin ich genug für dich? Ich weiß, dass du mich über alles liebst, aber bin ich die, die ich für dich sein will? Mein Mamaherz, blödes Mamaherz, tut manchmal nämlich richtig weh, dann, wenn ich zu ungeduldig mit ihr war. Dann, wenn die Zeit nicht reicht, um ihr Lieblingsessen zu kochen, dann, wenn ich sie morgens wecken muss, um sie in die Kita zu fahren, dann wenn ich sie abhole und sie auf dem Stein sitzt, ganz lieb und entspannt und den anderen Kindern beim Toben zuschaut. Dann, wenn ich an unseren freien Tagen nicht mit ihr um 6 Uhr aufstehen möchte und mir noch ein paar Minuten alleine im Bett genehmige, sie dafür ihre Stifte holt und sie zum Bett bringt, um ganz leise neben mir zu malen. Dann, wenn sie nachts schlecht träumt, zu uns ins Bett kommt und in meinem Arm sofort einschläft. Mein Mamaherz ist voll. Voller Liebe, voller Sorge, voller Zweifel. Denn, wer sagt mir, dass ich nicht noch besser für sie sein kann? Weiterlesen „Das Mamaherz“

Darf ich das oder muss ich es sogar?

Heute morgen, als ich meine Blogwochen der kommenden Monate plante, ertappte ich mich beim Grübeln. Grübeln, ob es okay ist, wenn ich mich positioniere. Ob es okay ist, wenn ich meine Plattform nutze, um gewissen Themen anzuspreche. Ob es okay ist, wenn ich meine Meinung kundtue. Ich dachte darüber nach, ob ich mich bei diesem einen Thema nicht lieber zurückhalten möchte. Nicht den Raum schaffen möchte, um es auseinanderzunehmen, um mich angreifbar zu machen. Denn eins ist klar: So bald ich eine Meinung habe, bin ich für manche die Gute und für andere die Böse. Einfacher mache ich es mir damit nicht. Mache mir mehr Arbeit, als ich vielleicht müsste, versaue mir Chancen und Möglichkeiten. Doch das alles mache ich gerne. Denn ich möchte kein Talkmaster sein. Ich möchte nicht moderieren (auch, wenn es natürlich Moderatoren gibt, die sich positionieren). Ich möchte mitmischen und eventuell mit meiner Stimme zum Nachdenken anregen. Denn das Problem liegt doch auf der Hand: viel zu viele Menschen halten sich raus und ducken sich lieber, anstatt den Kopf hinzuhalten. Heute morgen bin ich aus meinem Tagtraum aufgewacht und mir war klar, dass ich keinen weiteren Moment verschwende, meine Stimme infrage zu stellen – die darf ruhig jeder hören. Weiterlesen „Darf ich das oder muss ich es sogar?“

Schwarze, rote Tage

Ich kann mich noch an diese Momente erinnern, als wären sie gestern gewesen. Jeden Morgen schweißgebadet aufstehen, versuchen nachzuvollziehen, wann man die letzte Pille genommen hat, um dann erschreckt festzustellen, dass die Brüste spannen und die Luft im Bauch als vermeintlichen Babytritt zu interpretieren. Ja, mit 18 Jahren – noch ganz weit weg von der Familienplanung – hat man halt keine Ahnung, wann sich so ein Kind im Bauch bemerkbar macht. Dafür war man auch viel zu beschäftigt. Beschäftigt damit, dass man bloß nicht schwanger wird. Mein Körpergefühl war mir damals keine große Hilfe und ist es bis heute nicht. Denn viel zu oft hat es mir schon vorgegaukelt, dass da was in mir wächst. Gott sei Dank hatte ich all die Male unrecht. Nur heute, da war ich wirklich traurig, als es auf einmal ganz feucht in der Unterhose wurde.  Weiterlesen „Schwarze, rote Tage“