Stiefmütterlich

geschrieben von Miriam Oser-Soto

Als ich meinen Mann kennenlernte, hatte ich gerade mein Studium angefangen. Kinder standen noch lange nicht zur Diskussion bei mir – und doch taten sie es plötzlich, denn er hatte schon zwei. 

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Träume in der Schwangerschaft sind verstörend

geschrieben von Alina Pelling

Der Traum beginnt immer gleich. Und das seit Jahren. Immer und immer wieder durchlebe ich dieses Szenario in der Nacht: Ich stehe auf einer Wiese im beigen Flanell Pyjama, muss exakt 3x springen und kann dann fliegen wie Peter Pan. Ich gleite kurz unter den Wolken  – nicht über Nimmerland  – sondern über Hamburg,  die Beine zusammen, die Arme in meine Hüfte gestemmt. Eben wie Peter. Das Problem ist: Wo Peter ist, ist auch Hook. Und Kapitän Hook verfolgt mich. Die ganze verdammte Nacht. Er ist immer kurz hinter mir  – kurz davor meine Zehenspitzen zu berühren  –  und gönnt mir keine Pause. Manchmal mache ich auf Schornsteinen Halt, drehe mich kurz um, da ist er wieder mit seinem Piratenhut, ich schnappe nach Luft und muss weiter durch den Himmel hetzen. Hook erwischt mich nie, der Wecker oder eine volle Blase erlösen mich meist von der Jagd.  

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Der Lack ist ab

In Kooperation mit gitti

Ich war schon immer so. Habe schon immer gerne viel Zeit und Geld in meine Kosmetik, meine Schminke und ach, sagen wir doch gleich: in mein Aussehen investiert. Nicht, weil ich oberflächlich bin, sondern, weil es mir Spaß macht. Schon immer. Ich weiß noch, dass ich schon als Kind einen Kosmetikkoffer von meinem Onkel geschenkt bekommen habe, in dem alles voll mit Lippenstiften und Lidschatten war. Cool, aber ich kann mich auch noch daran erinnern, dass ich mich schon beim Öffnen des Koffers fragte: ob das so gut für meine Haut ist? Denn es roch alles nach Plastik, künstlich und wirklich nicht so, dass ein Kind sich das auf die Haut schmieren sollte. Gemacht habe ich es trotzdem (natürlich nur, wenn ich zuhause gespielt habe) und wenn ich ehrlich bin, habe ich diese Angewohnheit (viel zu) lange beibehalten. Denn auch, als ich längst aus dem Kosmetikkoffer herausgewachsen bin, habe ich immer noch gerne nach Verpackung, Farbe oder Preis gekauft. Was drin war, in meiner Kosmetik, in meiner Schminke, in meinem Nagellack war mir echt egal. Bis ich endlich umgedacht habe, mich damit beschäftigte, was diese Chemie meinem Körper eigentlich antut – und nicht nur meiner Haut! Danach habe ich mich hingesetzt und Alternativen gesucht. Beim Nagellack habe ich sie in gitti gefunden!

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Ich hatte einfach mein Baby vergessen – Traumdeutung

geschrieben von Anna Stockheim

Es ist dunkel und du fühlst dich immer schwerer, dein Puls wird langsamer und deine Muskeln entspannen sich. Kurz gesagt: Du schläfst ein. Diese Zeit des Einschlafens ist eine von fünf Schlafphasen in der Nacht. Eine weitere ist die Traumphase, in der unser Unterbewusstsein die schönsten, skurrilsten oder auch schrecklichsten Dinge erleben kann.

„Noch bevor ich schwanger wurde, träumte ich ständig davon, mein Baby zu vergessen und es erst nach Tagen zu finden. Ich wusste einfach nicht, was das bedeuten soll, immerhin würde ich mein Kind ja nicht wirklich tagelang z.B. in der Küche liegen lassen.“ Helene plagte dieser Traum lange, doch als sie wirklich ein Baby erwartete, hörten sie auf. Bedeutet das etwa, dass sie ihr Kind vernachlässigen wird?

Unsere Träume können uns laut unterhaltsamen TV-Formaten und diverser Websites viel über unsere Wünsche, inneren Konflikte und Beziehungen verraten. Doch Traumdeutung ist keine Erfindung der Neuzeit, um das Wirr-Warr in unseren Köpfen zu ordnen, sondern hat seine Ursprünge schon vor Jahrtausenden. 

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Liebe Freundin. Bitte lass dein Kind Zuhause!

geschrieben von Alina Pelling

Es heißt: Wenn man ein Kind bekommt, ändert sich das ganze Leben. Allerdings nicht nur für Euch, liebe Eltern. Auch für uns Nicht-Eltern wartet eine neue Realität: Denn oft hört Ihr uns nicht mehr richtig zu. Unser Gehirn versteht das: Da ist nun mal ein neuer Mensch. Ihr habt nun andere Sorgen. Trotzdem kann es uns in den Wahnsinn treiben. Aus einer einst großartigen Freundschaft werden zwei Welten mit einer kleinen Schnittmenge. Das erfordert Arbeit.  Das musste auch ich mit meiner Freundin lernen. Bei einer unserer ersten Verabredungen  nach der Geburt dachte ich, ich hätte eigentlich auf die Glückwunschkarte im Krankenhaus schreiben müssen:

 „Willkommen du kleiner neuer Mensch, und damit: Adieu, Freundin“. 

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