Selbstständigkeit für Dummis (wie mich)

Lange habe ich mich vor diesem Beitrag gedrückt und ihn immer wieder nach hinten verschoben. Denn eigentlich kann ich euch hier gar nichts beibringen, euch keine großartigen Tipps geben oder wie-mache-ich-es-richtig-Weisheiten von mir geben. Auch ich habe eigentlich keine Ahnung und komme doch irgendwie durch den Dschungel der Selbstständigkeit. Eine Aufgabe, die mich wirklich oft fordert und in manchen Momenten ein Fragezeichen nach dem anderen aufkommen lässt. Aber irgendwie schlage ich mich durch. Wie, erzähle ich euch jetzt:

Für alle die sich fragen: Was arbeitet Nina eigentlich… Ich bin studierte Journalistin. Habe davor eine schulische Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin gemacht und mir quasi selber beigebracht, erfolgreichen einen Blog zu führen. In einem Kochbuchverlag habe ich ein paar Jahre in Teilzeit als Redakteurin gearbeitet, bis ich mich entschieden habe, alles frei und alleine zu probieren. Bedeutet: ich schreibe für Magazine, Texte für Unternehmen. Ich blogge und bewerbe. Helfe bei Fotoproduktionen und vernetze. Ich entwickle Content für mich, andere und auch dich, wenn du willst und versuche jeden Tag ein wenig Platz für neue Ideen zu schaffen. Ihr lest: ich mache quasi alles, was mit Buchstaben, Bildern, Essen und schönen Produkten zu tun hat.

Ich musste in den letzten Jahren lernen, mich hinzusetzen und Dinge durchzuziehen. Anpacken und Ideen umzusetzen war eigentlich noch nie ein Problem von mir – eher das Durchhaltevermögen, dranzubleiben. Aber ja, wenn man sich mit einer fixen Idee selbstständig machen möchte, sollte man lernen, nicht sofort aufzuhören, wenn es mal nicht so funktioniert, wie man es sich vorstellt. Deswegen ist der Weg zu einem gefüllten Konto und einem funktionierenden Terminkalender gar nicht so einfach. Ich würde sogar behaupten, der Weg ist nie zuende, weil man – wenn man den Anspruch hat, es gut zu machen – nie genug bekommt. Daher sollte man langsam in seine Aufgabe hineinwachsen um dann immer weiterwachsen zu wollen. Außerdem sollte jedem von Beginn an klar sein, dass man aus Fehlern lernt. In der Praxis sehen Fehler bei mir so aus, dass ich am Anfang meines Jobs Texte viel zu lange für umsonst geschrieben und somit Blogs jeglicher Art mit Input gefüttert habe. Okay, ich habe dadurch wiederrum andere Jobs bekommen, die ich aber auch bekommt hätte, wenn ich statt drei kostenlosen Beiträgen nur einen Beitrag geschrieben hätte. Ich habe viel zu blauäugig Produktionen und Agenturen geglaubt, die mich am Ende ausgenommen oder falsch dargestellt haben. Und ich habe mich viel zu lange zu wenig mit meiner Buchhaltung beschäftigt.

Die Buchhaltung ist ein lästiges Thema, dass mich super nervt. Ich hasse Zahlen, Exel-Tabellen und immer gleiche Abläufe. Öde. Aber sie muss gemacht werden. Also zwinge ich mich jeden Monat dazu, meine Rechnungen abzuheften. Meine eingehenden und ausgehenden Rechnungen zu notieren und alles in einer Arbeitsmappe für meinen Steuerberater fertig zu machen. Ja, ein Steuerberater ist für mich echt ein Muss. Auch wenn ich versuche ihm so wenig Arbeit wie möglich zu machen, ganz alleine kriege ich es nicht hin.

Was ich aber ganz alleine hinkriegen muss und was mich echt manchmal Banane werden lässt, ist die Organisation von Jobs. Denn leider ist es nicht immer der Fall, dass ich immer im gleichen Abstand Jobs reinbekomme. Ich habe ein paar Kunden, die immer mal wieder anfragen und auch jeden Monat neue Projekt in den Startlöchern. Eine gute Balance zu finden und somit in einem Monat nicht zu viele Jobs anzunehmen und in einem anderen Monat nicht zu wenig, ist nicht so einfach. Denn nicht selten passiert es, dass ich mit einem halben Nervenzusammenbruch am Schreibtisch sitze und mir denke „Oh mein Gott… wie soll ich das alles schaffen?“ und eine Woche später „Oh mein Gott…wie bezahle ich nächsten Monat die Miete?“. Was mir hilft, einen freien Kopf zu bekommen und wieder ordentlich planen zu können, ist ein Kalender, den ich extra für meinen Fall desgined habe. Ich glaube, dass er auch für den einen oder anderen von euch interessant sein könnte. Daher lade ich ihn am Ende des Textes hoch. Ihr könnt ihn als PDF downloaden und gerne weitereichen.

Der Kalender bietet verschiedene Felder, in denen ich meine Jobs organisieren, sortieren und verschieben kann. Ich habe die Möglichkeit, wichtige To-dos einzutragen und Dinge, die ich nächsten Monat anders machen möchte. Außerdem ist ein Feld für Akquise und Rechnungen, sowie den Verdienst vorgesehen. Mit meinem Kalenderblatt hat man seinen beruflichen Monat auf einem Blick erfasst.

Und der wichtigste Punkt, damit man als Selbstständige nicht auf die Nase fällt, ist, dass man wirklich immer einen Puffer auf der Bank liegen hat, der mindestens eine heftige Steuernachzahlung begleichen kann. Denn ohne dieses Plus habt ihr wirklich ein Problem. Ich dachte, dass blaue Briefe wirklich das schlimmste sein, doch Briefe vom Finanzamt hasse ich noch viel mehr. Ihr solltet aber nicht nur fürs Finanzamt sparen, sondern auch für euch. Ein Sparkonto auf dem jeden Monat 50€ eingehen und an das ihr unter keinen Umständen rankommt, wäre ein super Anfang! Das Alter holt euch irgendwann ein.

Achtet auch darauf, bei welcher Krankenkasse ihr euch versichert. Als Selbstständige hast du meistens die Wahl, ob gesetzlich oder privat. Pauschal kann man nicht sagen, welche Versicherung besser ist. Es kommt immer ein wenig auf die Lebensumstände an. Informiert euch da aber dringend ausreichend!

Es gibt noch viele kleine Dinge, auf die ihr achten solltet. Doch mit diesen fünf Punkten solltet ihr erst einmal ganz gut fahren. Ich versuche, sie auch immer wieder umzusetzen und scheitere das ein oder andere Mal – aber es wird. Ich wünsche euch viel Erfolg!

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Autor: mamaaempf

Mama aempf ist ein Mamablog aus Hamburg. Mama Nina schüttet ihr Herz aus und berichtet von echten Problemen und süßer Freude.

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