2018

Dieses Jahr war für mich ziemlich schön. Ziemlich entspannt. Ziemlich aufregend. Ziemlich verliebt. Ziemlich voller Liebe. Ziemlich nervenaufreibend. Ziemlich entscheidend. Ziemlich verändernd. Ziemlich viele „ziemlich“, die mein Jahr 2018 ausmachen. Ein Jahr, das wohl alles war, aber nicht vorhersehbar. Einiges – quasi alles – hat sich verändert und ist (ich hoffte, dies einmal am Ende eines Jahres sagen zu können) noch schöner geworden. Eine alte Freundin von mir (mit der ich schon länger nicht gesprochen hatte, die mich aber sehr gut kennt) sagte vor ein paar Wochen zu mir: Krass Nina, ist dir eigentlich klar, dass du alles hast, was du dir immer gewünscht hast? Und sie hat recht. Ich habe alles, was ich mir je erträumen konnte. Ein beängstigendes, wunderschönes Gefühl, dessen man sich erstmal bewusst werden muss.

2018 fing turbulent an. Mit einem Silvester, dass für die Tonne war, einer zerrütteten Freundschaft, einem heftigen Schwindel, der schon seit Monaten anhielt und einem langersehnten Trip nach London einen Strich durch die Rechnung machte. Und dann war da noch unsere Alma, die ihren ersten merkbaren Sprung hatte und uns den Januar auf Trapp hielt. Man sollte meinen, dass unser Jahr wohl nicht das beste werden würde, doch all unsere kleinen Problemchen gingen nach und nach weg. Ich lernte, dass ich akzeptieren muss, dass Menschen gehen, dass ein blödes Silvester nur bessere Tage mit sich ziehen kann, die Gesundheit immer vorgeht und unser Kind jetzt wohl öfters mal schlechte Laune haben wird – ist nun mal so mit Babys.

Die nächsten Monate brachten wieder ein wenig Ruhe in unser Leben. Ich genoss meine Elternzeit, hatte mein Baby lieb und kümmerte mich um meine Gesundheit. Hörby hat seinen Master erfolgreich abgeschlossen. Wir haben unsere neue Wohnung und unseren Umzug geplant und vollbracht – um dann Urlaub zu buchen. Ich habe meinen ersten Blog-Geburtstag gefeiert und dass sich herauskristallisierte, dass so eine Selbstständigkeit ganz gut klappen könnte – nach der Elternzeit.

Mai. Zeit die Koffer zu packen, denn es ging nach Bali. Kurz vor dem Abflug bekam meine beste Freundin noch einen Heiratsantrag und eine kurzfriste Hochzeitsplanung kam mit in den Koffer. Fünf Wochen später feierten wir schon ihren besonderen Tag und ich durfte ihre Trauzeugin sein. Doch davor verbrachten wir über vier Wochen in der Sonne. Bali mit Kleinkind. Viele haben uns für verrückt gehalten, wir wussten aber: genau da müssen wir mit Alma hin. An den Ort, der vor ein paar Jahren unser Leben verändert hat und uns zusammengebracht hat. Diese Momente, diese Reise kann uns keiner nehmen.

Im Juni kamen wir wieder. Und der Sommer in Hamburg fing an. Der Sommer schlecht hin – ihr wisst alle was ich meine. Fünf Monate ging er dieses Jahr. Fünf Monate, die sich Gott sei Dank ewig anfühlten. Wir genossen jede Stunde. Alma lernte jeden Tag dazu, plantschte im Garten und bekam ihr erstes Eis.

Der Juli sollte ähnlich werden, mit einer kleinen, großen Ausnahme. Am 3.Juli fragte Hörby mich, ob ich seine Frau werden möchte. Ein unglaublicher Moment, der unsere Liebe nochmal total veränderte. Wir wollten heiraten! Mann und Frau sein und das möglichst bald. Also schmissen wir uns kopfüber in die Hochzeitsvorbereitungen mit dem Ziel im Sommer 2019 verheiratet zu sein. Doch leider sind wir dabei – häufiger als unsere Hochzeitsblase es aushalten konnte – auf die Nase gefallen.

Die Geburt des Kindes meiner besten Freundin und unser Urlaub mit der ganzen Familie auf der Nordseeinsel Juist, brachte uns wieder auf neue Gedanken und wir beschlossen, dass das Thema Hochzeit uns nicht stressen sollte und daher erstmal fallen gelassen wird. Voller schöner Momente strandeten wir wieder in Hamburg und lebten vor uns hin. Almas erster Geburtstag stand ganz langsam an. Wir hatten gleichzeitig endlich mal wieder Zeit, ein wenig als Paar zu unternehmen und fingen an, mehr Elternauszeiten zu nehmen.

Im September ging es dann nochmal mit meinem Vater nach Mallorca. Dieses Jahr wollten alle ein Stück Enkel abhaben und wir haben das dankend angenommen. Im September kam uns dann die Idee, dass wir ganz heimlich und nur für uns heiraten wollen. Also legten wir los mit der Planung. Alma wurde ein Jahr, die Tränen kullerten, denn wir hatten ein Jahr Elternsein hinter uns. Wahnsinn! Gleichzeitig lief meine Elternzeit aus und ich war auf den Schlag komplett selbstständig und für meine Einkünfte verantwortlich. Die Angst kam langsam in mir hoch. Doch total unbegründet, wie sich herausstellte…

Denn die ersten Monate liefen super. Ich hatte genug Aufträge, konnte gut Fuß fassen und freute mich so langsam auf diese große Aufgabe. Almas Kita-Eingewöhnung fing an und klappte hervorragend. Nach drei Wochen war sie eingewöhnt und freute sich auf die Zeit bei ihren neuen Freunden. Ich konnte mich langsam wieder daran gewöhnen, alleine zu sein und meinen anderen Verpflichtungen nachzukommen.

Der November war dann der Monat, der uns wirklich viel abverlangte. Ein großer Job, die anstehende heimliche Hochzeit und dann noch ein anderes Projekt, dass uns quasi zuflog und seitdem unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nicht gesucht und trotzdem gefunden. Ein Projekt, von dem ich euch bald mehr erzählen werde.

Wir sehnten uns den Dezember herbei, der mit viel Freizeit verbracht wurde. Ich konnte Mitte Dezember den Stift fallen lassen und mich nur auf meine Familie, unseren bevorstehenden Urlaub und na klar: unsere Hochzeit konzentrieren. Denn die sollte im Schnee stattfinden. Ein Monat, der diesem aufregenden Jahr die Krone aufsetzte und uns zu Eheleuten machte. Ein unglaubliches Gefühl, nun ganz offiziell miteinander verbunden zu sein. Unser Urlaub ließ uns die letzten anstrengenden Wochen verdauen und zeigte uns: alles was wir machen, ist richtig so!

Am Ende des Jahres kann ich nur voller Dankbarkeit auf die letzten Monate zurückblicken. Ich versuche, jeden Moment zu konservieren und für immer in Erinnerung zu behalten. Mein größter Wunsch für 2019 wäre dann, dass es so weitergeht. Wirklich ein tolles Gefühl so ein Jahr zu beenden.

 

Freundinnen-Shooting in Hamburg an der Elbe (153 von 192).jpg

Foto: Mareike Klindworth

Autor: mamaaempf

Mama aempf ist ein Mamablog aus Hamburg. Mama Nina schüttet ihr Herz aus und berichtet von echten Problemen und süßer Freude.

5 Kommentare zu „2018“

  1. Liebe Nina…ich bin ein großer Fan Deiner Geschichten…Du hast so eine erfrischende Art zu schreiben…super…ich wünsche Dir und Deiner kleinen Familie alles alles Gute für das Jahr 2019…..mach weiter so…..liebe Grüße…Gabi Broer aus Lünen

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  2. Bitte lass doch immer jemanden nochmal deine Texte lesen bevor du sie veroeffentlichst. Die Rechtschreib – und Grammatikfehler machen es einem echt schwer durch die Texte zu kommen und das ist bestimmt keine gute Werbung fuer eine „Journalistin“.

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    1. Liebe Jessica,

      Du hast ja viel Zeit. Leider mehr als ich. Dann freu dich da dadrüber und mache deine Arbeit besser – besser als ich meine ;-).

      Und wenn du meine Texte nicht gerne liest: du kannst meinen Blog sehr gerne verlassen.

      Vielen Dank und beste Grüße,
      Nina

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