„So riskieren Sie das Leben Ihres Kindes!“ – Es gibt Sätze, die man nie wieder vergisst

Geschrieben von Merle Becker. Mehr von ihr auf merlebecker.de

Der erste Geburtstag! Ein emotionaler Tag für die Familie und vor allem für uns Mütter – für mich. Schon als der Herbst sich andeutete, konnte ich nicht anders und musste mich immer wieder erinnern. Wie ich vergangenen Oktober hochschwanger jeden Abend dachte: Ob wir heute Nacht wohl los müssen? Wie sich die Wehen wohl anfühlen werden? Wird es schnell gehen? Und wie wird es sein, meinen Sohn im Arm zu halten? Nun… es kam alles ganz anders, als ich es mir gewünscht hatte.

Mein Sohn kündigte sich überraschend an. Er war nicht geplant, er war kein Wunschkind. Doch jeden Tag bin ich dankbar, ihn in unserem Leben zu wissen. Aber nicht alles war immer wunderschön und magisch. Der Moment der Geburt, auf den man so lange vorbereitet wird, und die Wochen und Monate danach, auf die man kaum vorbereitet wird, waren so anders, als ich sie mir vorgestellt und gewünscht hatte. Lange (ein ganzes Jahr!) habe ich mit mir gerungen. Sollte ich dazu schweigen? Um anderen werdenden Müttern keine Angst zu machen? Oder ist es nicht viel wichtiger, genau darüber zu schreiben, um Verantwortliche und die dazugehörigen Institutionen dazu zu bewegen, an sich zu arbeiten?

Wie ihr seht: Ich habe mich für letzteres entschieden! Ausschlaggebend war wohl die Diskussion rund um das Thema „Gewalt unter der Geburt“, in welcher ich permanent dachte: „Wow! Genau so war es! Ich habe also doch ein Recht kritisch zu sein!“.

Als werdende Mutter ist man in einer verrückten Situation: Alle Welt meint plötzlich mitentscheiden und kommentieren zu können, was man isst, wieviel man sich bewegt, wieviel man zunimmt und wo man sich aufhält. Dinge, die einem vorher undenkbar erschienen, sind plötzlich Standard (etwa andauert von wildfremden Menschen an allen möglichen Körperregionen angefasst zu werden).

Alles für das kleine Wesen im Bauch, das man selber noch nicht kennt, für welches man aber bereit ist, alles zu tun.

Im Geburtsvorbereitungskurs lernten mein Mann und ich die verrücktesten Positionen, die einem die Geburt erleichtern sollten, erfuhren alle Details über Einlauf und Co und merkten nach einigen Stunden gar nicht mehr, wie weit all diese Gespräche und Übungen vom unserem Alltag entfernt lagen. Und dann warteten wir jeden Tag – mein Mann immer abrufbereit. Meine Mama rief mich aus der 600 Kilometer entfernten Heimat täglich an und ich fragte meine Frauenärztin immer wieder, wieso ich die Vorwehen nicht spüren würde. Das käme schon noch, ich sollte mich doch freuen, hieß es…

Dies sollte aber mein kleinstes Problem werden

Am 15.11. lief ich etwa acht Kilometer quer durch die Stadt, schrieb noch einen Blogpost und ging nach Feierabend mit meinem Mann in den Supermarkt. Bis auf richtig fiese Krämpfe in den Beinen und Rückenschmerzen („Normal!“, denkt man sich als Schwangere), ging es mir gut. Um 19 Uhr gab es Abendessen, um 20 Uhr ging ich in die Badewanne. Mein Mann hatte irgendwann die Idee, die Abstände der immer mal wieder stärker werdenden Rückenschmerzen zu messen. Drei Minuten. „Das können keine Wehen sein, sonst wäre ich ja schon unter der Geburt“, dachte ich mir. Mein Mann drängte und irgendwie wurde mir doch mulmig. So fuhren wir los. Richtung Krankenhaus. Um 21:20 Uhr kamen wir dort an und ich wurde an das CTG gehängt. Die Hebamme wirkte sehr nett, sprach aber leider kaum Deutsch. Dies sollte aber mein kleinstes Problem werden. Sie verriet mir, dass der Muttermund bereits weit offen sei und es nicht mehr lange dauern würde.

Na dann, so schlimm ist das gar nicht. Hat sich das jahrelange Ausdauertraining doch gelohnt. Und dann wurde ich der Ärztin vorgestellt, die es nicht mal mehr für nötig hielt, meinen Mann zu begrüßen. Auf meinen Hinweis, dass meine Frauenärztin sagte, der Kopf des Kindes sei wahrscheinlich zu groß für eine natürliche Geburt ohne Medikamente, reagierte die junge Frau barsch und lachte nur. Kurz darauf verlor ich das Fruchtwasser und landete im Kreißsaal.

Diesen Raum kannten wir schon von einem Infoabend. Damals war er einladend, mit sanftem Licht, schönen Duftkerzen, Gymnastikbällen und meditativer Musik. Heute war es ein OP-Saal. Ich musste mehrmals gucken, ob wir wirklich die gleiche Tür genommen haben. Was ein OP-Tisch und eine OP-Lampe alles an der Raumatmosphäre ändern können, ist beachtlich. Aber eigentlich war mir zu diesem Zeitpunkt schon alles egal. Ziemlich plötzlich wurden die Rückenschmerzen unerträglich (aha, das sind sie also, die Wehen!). Ich wollte mich bewegen, so wie ich es in dem Geburtsvorbereitungskurs gelernt hatte, doch die vielen Kabel vom CTG hinderten mich daran. Mein Bitten, mich zu lösen, wurde von der Hebamme einfach ignoriert. Stattdessen schrie sie für die kommende Zeit im Viervierteltakt: „Mach Kaka! Mach Kaka! Mach Kaka!“ – bis zum Ende der Geburt. Wenn die Situation nicht so schlimm für mich gewesen wäre, dann wäre das jetzt wohl lustig.

Hören Sie auf so zu schreien! Dass es wehtun würde, war Ihnen doch vorher klar!

Die Ärztin kam dazu. Und dann wurde alles ganz hektisch. Die Hebamme bekam die Aufgabe, meine Beine zu fixieren, während ich wie in einem schlechten Film aus den 80er Jahren auf dem Rücken lag. „Hören Sie auf so zu schreien! Dass es wehtun würde, war Ihnen doch vorher klar!“, hörte ich von der Ärztin. Das verrückte an der Situation war, dass ich daraufhin tatsächlich versuchte, weniger zu schreien. Man befindet sich in einer so merkwürdigen Situation des Ausgeliefertseins. Ich konnte die Situation einfach nicht distanziert und kritisch betrachten. Mein Mann stand an meiner Seite. „Wenn Sie jetzt nicht ein bisschen mitmachen, riskieren Sie das Leben Ihres Kindes!“, war der nächste Satz, der sich für immer in mein Gedächtnis schreiben sollte. Und es war auch der Moment, in dem ich die Panik in den Augen der Ärztin wahrnahm. Mittlerweile waren mehrere Hebammen im Raum, die alle entweder meine Beine festhielten, oder aber Körperöffnungen aufrissen. Ohne Ankündigung wurde an mir rumgeschnitten. Meine Fragen und Zweifel verhallten ungehört. Ich nahm noch wahr, dass die Ärztin in Ihr Walkie-Talkie rief: „Ich brauche hier Hilfe“ und ein weiterer Arzt kam. Dann plötzlich ein „ach deshalb!“ der Ärztin und mein Sohn war da. Nur 50 Minuten hat die Tortur gedauert, doch es fühlte sich ewig an. Eine Hebamme verschwand mit meinem Baby, ich lag wie betäubt auf dem Rücken. „Wollen Sie Ihre Plazenta sehen?“, hörte ich die andere Hebamme sagen. Ich hatte kaum noch Stimme, aber ich schaffte es noch zu antworten: „Nein, ich möchte meinen Sohn sehen!“. Der neu hinzugekommene Arzt begann mich zuzunähen, auch dies ohne Narkose. Dabei quatschte er fröhlich vor sich hin. Ich fühlte mich taub im ganzen Körper. Eine gefühlte Ewigkeit später wurde mir ein Baby gebracht. Es fühlte sich wirklich nur an wie „ein Baby“. Die versprochenen Hormonfeuerwerke blieben aus und ich sah ungläubig auf das Kind. Die Ärztin war verschwunden. Schließlich verschwanden auch die anderen und wir waren zu dritt. Mein Mann, das Kind und ich. Ich kann mich nicht erinnern, was wir in der kommenden Stunde besprochen haben und was wir gemacht haben. Alles schien so unwirklich.

Erst dann trank mein Kind das erste Mal

Später wurde ich alleine in ein Zimmer gebracht, mein Sohn in einem Babybettchen neben mir. Er weinte nicht, er öffnete nicht die Augen. Keiner zeigte mir, wie man ihn anlegte und ich war nicht in der Lage, selbst die Initiative zu ergreifen. Wieso ich gar nicht daran gedacht habe, kann ich mir selbst heute nicht mehr erklären. Alleine im Krankenzimmer liegend, kam es mir falsch vor, meinen Sohn so weit von mir entfernt liegend zu haben und ich holte ihn zu mir. Das waren dank der Hormone die letzten Schritte, die ich für eine ganze Weile schmerzfrei gehen würde. Erst in der Nacht, die ich bewegungslos und wach verbrachte, kamen die Glücksgefühle. Mein kleines Kind lag die ganze Nacht schlafend in meinem Arm, bis morgen ums halb 11. Denn erst dann kam eine Krankenschwester in mein Zimmer und war überrascht mich dort vorzufinden. Ich war hungrig und durstig, hatte doch in der Nacht ein Kind zur Welt gebracht. Aber ich war schlichtweg vergessen worden. Später fragte ich eine Hebamme, ob sie mir zeigen könnte, wie man stillt. Sie versuchte es, zerquetschte mir dabei fast die Brust und sagte nach zwei Minuten: „Hm, klappt nicht. Man kann das Kind ja nicht zwingen. Aber Ihre Brust ist auch nicht optimal.“ Dann verschwand sie wieder. Zu meinem Glück kam meine Mutter am Nachmittag und half mir. Erst dann trank mein Kind das erste Mal.

Die folgenden Tage fragte ich mich immer wieder, wie meine Zimmernachbarin, die ich schließlich doch noch bekam, so gut sitzen und gehen konnte, dabei war sie doch auch gerade Mutter geworden. Ich konnte mich noch immer nicht bewegen. Trotzdem wurde ich nach zwei Tagen entlassen.

Zu Hause wurde es nicht besser, so dass meine Hebamme mich schließlich wieder in die Notaufnahme schickte. Ich stand im Wartebereich (sitzen war nicht drin). Nach fünf Stunden warten mit neugeborenem Baby fragte mein Mann, wann wir denn dran seien. Es stelle sich heraus, dass wir (Überraschung!) vergessen wurden. Schon wieder. Schließlich sagte ein gestresster Arzt mir, dass die Naht nicht gehalten hatte, doch Zeit mich neu zu vernähen sei keine da. Ich sollte Bepanthen drauf machen und Sitzbäder nehmen. Die Notaufnahme sollte ich in den kommenden vier Wochen noch oft sehen – immer mit dem gleichen Ergebnis.

Mein Winter 2017/18: Kurze Nächte, Sitzbäder und wochenlanges Liegen, weil ich nicht gehen – geschweige denn sitzen konnte. Erst im Januar (zum Ende des Wochenbetts) sah meine normale Frauenärztin nach mir und schlug ihre Hände über dem Kopf zusammen. Sie schickte mich in ein anderes Krankenhaus, wo ich im April schließlich nochmal operiert wurde. Seitdem kann ich wieder sitzen, gehen und sogar laufen. Aber von einigen Muskeln musste ich mich verabschieden: Für sie kam jede Operation zu spät.

Ein Gespräch am nächsten Tag hätte alles geändert

Der Geburtsbericht vom Krankenhaus erklärte mir schließlich die Situation: Mein Sohn war ein Sternengucker. Er lag falsch und hatte zudem einen sehr großen Kopfumfang. Dadurch kam es zu einem Geburtsstillstand und sein Leben hing am seidenen Faden. Die Ärztin hatte Panik. Sie hat meinem Sohn das Leben gerettet. Ich bin ihr dafür unendlich dankbar. Aber wieso hat sie mir das nicht gesagt? Wieso hat sie mir die Situation nicht erklärt? Wieso ist sie nach der Geburt einfach verschwunden? Ihr Umgang mit mir war furchtbar, aber Menschen reagieren unter Stress unterschiedlich und sie war noch sehr jung. Ein Gespräch am nächsten Tag hätte alles geändert.

Hinzu kam bei mir die absolute Überforderung der Hebammen im Krankenhaus, die keine Zeit für mich hatten. Und schließlich auch die Situation in der Notaufnahme. Eine Verkettung vieler verschiedener Umstände, die aber alle auf einen zurückzuführen sind: den Pflegenotstand.

Ich habe ein tolles soziales Umfeld, das für mich da war. Aber die Geburt war traumatisch. Hätte ich das soziale Netz nicht gehabt und wäre emotional schwächer, dann hätte die Situation für mich auch anders aussehen können.

Und noch ein Hinweis: Ich würde immer wieder in ein Krankenhaus gehen, nur nicht in dieses. An einem anderen Ort hätte mein Sohn vielleicht nicht überlebt. Das ist ein Risiko, dass ich nicht eingehen würde. Und das zweite Krankenhaus, in dem ich schließlich operiert wurde, war ganz wunderbar! Manchmal frage ich mich, was passiert wäre, wenn mein Mann mich an dem Abend nicht ins Krankenhaus gebracht hätte, sondern wir auf mich gehört hätten („Das sind doch keine Wehen!“), aber daran möchte ich lieber gar nicht denken.

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Autor: mamaaempf

Mama aempf ist ein Mamablog aus Hamburg. Mama Nina schüttet ihr Herz aus und berichtet von echten Problemen und süßer Freude.

11 Kommentare zu „„So riskieren Sie das Leben Ihres Kindes!“ – Es gibt Sätze, die man nie wieder vergisst“

  1. ein toller beitrag, der mich zu tränen rührt! der pflegenotstand ist ein riesen thema, ich finde aber auch, das gewisse leute in solchen berufen an ihrer sozialkompetenz (auch unter stress) arbeiten müssen. ja, die machen das jeden tag aber nicht jede frau im kreißsaal hat schon zich geburten hinter sich, ich glaube auch das wird gern mal vergessen.

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  2. Finde ich einen absolut gelungenen Artikel… Das fällt ja nicht unter Panikmache, sondern beschreibt einfach einen möglichen Verlauf einer Geburt. Die Schwierigkeit sehe ich immer darin, dass man das vorher nicht weiß. Wie du schon sagst, bei der Besichtigung war ja alles schön und gut. Woran erkennt man also die Krankenhäuser, in denen es nicht gut läuft? Es ist nicht so einfach…

    Die ersten Sätze im letzten Absatz finde ich absolut unnötig, suggerieren sie doch, dass jemand, der sein Kind nicht im Krankenhaus bekommt ein höheres Risiko eingeht (und sein Kind damit in unnötige Gefahr bringt), als der, der es im Krankenhaus bekommt. Was, wenn man sich die vorhandenen Daten anschaut, absolut nicht der Fall ist. Eine eins zu eins Betreuung verhindert so „Überraschungen“ eines Sternenguckers. Ich selber habe mich für die zweite Geburt für eine Hausgeburt entschieden, ohne traumatische erste Geburtserfahrung.

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    1. Liebe Tina,
      es tut mir leid, wenn Du den letzten Absatz so aufgenommen hast. So war er nicht gemeint. Ich möchte niemanden verurteilen für die eigene und individuelle Wahl – ganz im Gegenteil. Mir ist bewusst, dass Hausgeburten und Geburtshäuser tolle Möglichkeiten sind. Mir ging es nur darum, dass auch Krankenhäuser durch meinen Artikel nicht schwarzgemalt werden und schwangere Frauen sich jetzt vielleicht denken: „Oh Gott, ich gehe lieber in kein Krankenhaus!“ Schlechte Erfahrungen kann man leider wohl überall machen – und leider wird man das vorher (wie Du geschrieben hast) kaum vorhersagen können…

      Dass ich wieder in ein Krankenhaus gehen würde, ist meine ganz individuelle Entscheidung und Sicht der Dinge. Und ich würde jede Frau dabei unterstützen, da ihre eigene Wahl zu finden.

      Ganz liebe Grüße

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      1. Ganz lieb von dir. Ich denke, dass man auch einfach etwas sensibel reagiert bei dem Thema, weil man oft mit Unverständnis konfrontiert ist. Man ist es dann einfach Leid, sich rechtfertigen zu müssen… Da bekommt man so ein Satz wahrscheinlich in den falschen Hals. Ich bin mir ganz sicher, dass es viele Krankenhäuser gibt, in denen man in wunderbarer Umgebung sein Kind zur Welt bringen kann… 🙂

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  3. Ein guter Bericht, der wieder einmal zeigt, das Geburten so unterschiedlich ablaufen können. Man kann es vorher nie wissen. Für werdende Eltern ist es eine völlig neue Situation, die sie sich stellen müssen ohne zu wissen, was auf sie zu kommt. Sie lassen sich viel gefallen, da sie, unter der Geburt, ausgeliefert sind. Umso wichtiger ist es, das man vorher viel mit dem Partner drüber redet, was einem wichtig ist und das soweit es geht einfordert. Und das zu Not der Partner so viel Mut aufbringen kann und eingreift.
    Zudem wird oft die Geburt nicht als Familienereignis wahrgenommen, sondern es ist ein Ereignis zwischen der Mutter und der Hebamme. Der Vater wird meiner Meinung nach zu wenig miteingebunden. Das ist wohl ein weiteres gesellschaftliches Problem. Die Rolle des Männes.
    Mein Partner wurde damals bei der Geburt unseren Sohn im Krankenhaus auch nicht herzlich aufgenommen. Zum Glück war ich noch in der Lage, das Krankenhaus zu wechseln. Unser Krankenhausaufenthalt hat keine 24 Stunden gedauert, da man mit uns nicht so umgegangen ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Es war die beste Entscheidung!
    Es tut mir sehr leid für Dich/Euch, dass deine Erfahrung nicht so schön war! Ich finde es sehr stark von Dir, dass du trotzdem Dankbarkeit der Ärztin gegenüber empfindest und Du drüber redest!
    Ich wünsche Euch alles Gute!

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  4. Oh krass…, toller und sehr emotionaler Beitrag! Toll dass du so transparent von deiner Erfahrung berichtest. Ich hoffe dir gehts wieder besser und kannst die Zeit mit deinem Mann und Kind in allen Zügen genießen. Grüße aus Hamburg!

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  5. Diesen „Hm, ich darf also doch kritisch sein“-Moment kann ich so gut nachempfinden. Mir ging es genauso, ich habe erst Monate nach der Geburt überhaupt verstanden, dass da etwas gehörig schief gelaufen war. Ich wurde in meinem Schmerz allein gelassen, mir wurde gesagt ich sei „halt schmerzempfindlich“ und auch mir wurde das Gefühl gegeben, ich brächte mein Kind in Gefahr. Dazu wurde ich angeschrien und bedrängt, mit Kristeller-Griff, Dammschnitt und Saugglocke konfrontiert. Ohne Kommunikation, ohne Erklärung. Und auch ich empfinde einerseits große Dankbarkeit, dass der behandelnde Arzt und die Hebamme mein Kind sicher zur Welt gebracht haben, aber andererseits auch Wut, Enttäuschung und Ratlosigkeit ob ich mich darauf noch einmal einlassen würde. Danke, dass du dieses Erlebnis teilst und alles Liebe dir!

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