Vitamin D fehlt an allen Ecken

In Kooperation mit Aptawelt_de

Es ist noch kein Jahr her, da war ich mehrere Monate ein Wrack, konnte kaum mehr aufstehen, ohne dass ich wieder hingefallen bin. Es war ein paar Wochen nach Almas Geburt, als mein gesundheitlicher Zustand sich immer mehr verschlechterte. Ich besuchte Ärzte, machte alle Untersuchungen, die man sich vorstellen konnte und doch ohne Erfolg. Nach sieben Wochen starkem Schwindel, Kopfschmerz und Übelkeit fand ich mich im Krankenhaus wieder. So konnte es nicht mehr weiter gehen…umso erschrockener war ich, als mir dann endlich diagnostiziert wurde, was ich anscheinend habe: Mir fallen immer wieder Kristalle aus dem Gleichgewichtsorgan im Ohr und dafür verantwortlich ist mein Vitamin D-Spiegel, der viel zu niedrig ist. Kein Wunder, wenn ich darüber nachdenke. Nie habe ich weniger Sonne an meinen Körper gelassen als in der Schwangerschaft (lieber im Schatten sein, Hitze kann ich nicht so gut ab, Sonnenbank meiden…) und doch kann mein Krankheitsbild doch nicht nur von so ein paar lächerlichen Vitaminen kommen?

Natürlich war ich mehr als froh, dass es nichts Schlimmeres ist und ich mit Physiotherapie fürs Ohr und hochdosiertem Vitamin D wieder auf die Beine kommen würde und doch haute es mich sprichwörtlich fast wieder aus den Socken und macht mir klar: Dieses Vitamin D scheint ganz schön wichtig für uns zu sein – viel wichtiger als ich je dachte!

Dieser Weckruf war wichtig für meine Gesundheit und auch dafür, dass ich die Vitamin D-Zufuhr meiner Tochter ernst nehme. Denn jeder von uns kennt es: Diese Vitamin D-Tabletten vom Arzt vergisst man doch das ein oder andere Mal und ein „ach, ein Tag ohne zusätzliches Vitamin D schadet meinem Kind doch jetzt auch nicht“ ist schneller gesagt, als man den Mund aufmachen kann. Leider auch ohne sich darüber Gedanken zu machen, was man da sagt, geschweige denn, sich zu informieren. Denn Vitamin D ist nicht nur für uns Erwachsene unglaublich wichtig. Besonders Babys und Kleinkinder brauchen diesen Stoff für ihr funktionierendes Immunsystem und ihr Wachstum. Was Vitamin D alles kann, warum es so wichtig ist und wo es eigentlich überall drinsteckt, habe ich Anfang August auf einem Event von Aptawelt_de erfahren. Heute möchte ich mein Wissen gerne an euch weitertragen:

Kleinkinder haben im Alter von drei Jahren ihr Körpergewicht verfünffacht. Wahnsinn! Dafür brauchen sie unbedingt genug Nährstoffe und eine rundum altersgerechte Ernährung. Leider ist das in der Theorie leichter als in der Praxis. Um festzustellen, wo es im Alltag scheitert, wenn es um eine gesunde Ernährung geht, haben wir uns Verzehrstudien angeschaut. Dort wurde festgestellt, dass Kleinkinder viel zu viel Protein zu sich nehmen – das dreifache der empfohlenen Menge. Diese Masse an Protein kommt zustande, weil Eltern oft nicht die Faustregel von fünf Portionen (eine Portion = eine Kinderhand) Obst und Gemüse im Kopf haben, sondern viel schnell zum Wiener Würstchen oder dem Joghurtdrink greifen, wenn die Kleinen einen Snack verlangen. Wenn diese einfache Regel mehr in den Köpfen von Mama und Papa wäre, würden schon mal sehr viel weniger übergewichtige Kinder heranwachsen. Außerdem steigen durch eine gesündere Ernährung die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die Eisen- und Jod-Zufuhr. Und natürlich das Vitamin D, obwohl das Thema noch ein bisschen komplizierter und nicht so einfach abzuhaken ist, denn um unsere Kinder ausreichend mit Vitamin D zu versorgen, braucht es einiges – wir könnten auch sagen: Den Vitamin D-Spiegel unserer Kinder allein durch die Ernährung bei 100% zu halten, ist quasi unmöglich!

Doch wo steckt eigentlich Vitamin D drin?Na klar: Wir speichern Vitamin D durch die Sonneneinstrahlung. Bedeutet: Wenn das Wetter stimmt und die Sonne scheint, geht’s unseren Kindern gleich ein Stück besser. Da (besonders bei uns in Hamburg) das Wetter aber nicht immer glänzt, müssen wir nachhelfen. Auf dem Teller müssten dann Avocados, Fisch und Pilze liegen. Ich glaube, dass nicht nur Alma da kräftig aufschreit. Denn welches Kind mag schon diese Vitamin D-Bomben? Abgesehen davon, dass Alma ganze vier Avocados essen müsste, oder 50 Pilze, um auf ihre tägliche Dosis zu kommen – und das schaffen noch nicht einmal Mama und Papa zusammen.

Doch wie können wir dann die Vitamin D-Spiegel unserer Kinder aufrechterhalten?Wir sollten versuchen, trotz schlechtem Wetter viel draußen zu sein. Unsere Kinder die Sonne auskosten lassen (natürlich gut geschützt!) und trotz Abneigung vor den Vitamin D-haltigen Lebensmitteln versuchen, ihnen den ein oder anderen Bissen unterzujubeln. Die D-Fluoretten vom Arzt sind eine gute Lösung. Oder, wie aktuelle Studien (Akkermans) belegen: Dass ein, zwei Becher Kindermilch eine gute Lösung sind, um eine ausgewogene Ernährung zu unterstützen. Hierbei ist nur zu beachten, dass die Kindermilch (die als Ersatz zur Kuhmilch zum Frühstück gereicht werden kann) keinen zugesetzten Zucker oder Aromen enthält. Eine gute Wahl ist die Kindermilch von Aptamil.

Und zu guter Letzt: Wieso sollten wir unseren Babys und Kleinkindern extra Vitamin D zuführen? Meine Krankheitsgeschichte vom letzten Jahr hat mir gezeigt, dass Vitamin D unheimlich wichtig ist und ich auf keinen Fall möchte, dass Alma mal an den Punkt gelangt, dass sie hautnah spürt, wie wichtig es doch ist, sich darum zu kümmern ausreichend Vitamin D zu sich zu nehmen. Denn abgesehen davon, dass Vitamin D zum Knochenaufbau gebraucht wird, benötigt der Körper diesen Stoff ebenfalls unbedingt für ein gutes Immunsystem, dass uns möglichst gesund hält und unseren Körper nicht aus der Bahn wirft. Wie wir Eltern „das Problem: Vitamin D-Quelle“ lösen, ist jedem selbst überlassen. Ich finde, dass es viele tolle Möglichkeiten gibt, wo für jeden die Richtige dabei ist. Wichtig ist nur, dass wir das Thema ernst nehmen. Also fangt heute damit an!

Autor: mamaaempf

Mama aempf ist ein Mamablog aus Hamburg. Mama Nina schüttet ihr Herz aus und berichtet von echten Problemen und süßer Freude.

2 Kommentare zu „Vitamin D fehlt an allen Ecken“

  1. Stimmt absolut!! Ich habe mir die Vit-D-Tropfen für meine Tochter verschreiben lassen. Geht schneller und ist quasi morgenroutine.
    Sonne bringt einem am meisten natürliches Vit D, allerdings ab Lichtschutzfaktor 8 !! kann der Körper kein Vit D durch die Sonne bilden.
    15 mins Sonne reichen aus. Für uns erwachsene ok, aber die Kids sollten natürlich eingecremt sein…

    Gefällt 1 Person

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