Ein halbes Jahr Mama und was ich nie wieder so machen würde

Knapp sechs Monate Alma. Ein halbes Jahr Mama sein und ein halbes Jahr Ratschläge befolgen. Würde ich wieder alles so machen, wie ich es bis jetzt gemacht habe? Nein. Aber wir wissen ja: Wir sind alle im Nachhinein schlauer und wir lernen aus unseren Fehlern. Und so würde ich ganz bestimmt in manchen Dingen entspannter, besser vorbereitet oder auch einfach noch konsequenter handeln. Auch wenn die folgenden  Punkte alle halb so wild sind, weiß ich, dass beim zweiten Kind (dann irgendwann mal) einiges ein bisschen anders läuft. Aber bis dahin werden wohl alle halbe Jahre immer Mal wieder solche Listen in Hinsicht auftauchen. Und jetzt Schluss mit dem Bla-bla. Nun rede ich mal Tacheles…

Besuch im Krankenhaus

Schon in der Schwangerschaft hat mich dieses Thema sehr beschäftigt. Ich wollte unbedingt ein entspanntes Wochenbett und unbedingt Ruhe im Krankenhaus. Dann, einen Tag nach der Geburt, habe ich doch spontan entschieden, dass es okay wäre, wenn Besuch vorbeikommt. Und was soll ich sagen… Es war ein großer Fehler. Denn ich und Alma waren noch nicht soweit, dazu kam, dass der Besuch sich sehr unsensibel verhalten hat. Das Stillen klappte auf einmal nicht mehr, Alma war mehr als gestresst und ich komplett fertig. Daraus gelernt habe ich, dass ich bei jedem weiteren Kind mindestens eine Woche nach der Geburt alleine in meiner Familienblase sein möchte. Nach einer Woche ist das Baby nämlich mindestens genauso süß und wir alle ein wenig gelassener.

Geld bei Tüchern, Decken und Fußsäcken sparen

Ach, die günstige Decke, die günstigen Mulltücher und der Fußsack für drei Scheine weniger tun es auch… nö, tun sie nicht. So viel Geld habe ich aus dem Fenster geschmissen, weil ich bei diesen Dingen aufs Geld geguckt habe. Denn ja: zuerst einmal waren sie günstiger, aber leider auch totaler Mist. Daher musste überall etwas Neues her. Die Plastikdecke weg, der MaxiCosi wird auch sofort verkauft, wenn er nicht mehr gebracht wird – denn der Bezug hat den gleichen Effekt, als wenn man sich auf ein Stück Frischhaltefolie legt. Das macht auch kein Extrabezug wett. Deswegen: Auf Qualität achten. Wolle und Seide sind toll. Polyester für Babys nicht. Eigentlich klar, wird aber häufig übersehen.

Nicht so schnell Stillhütchen benutzen

Nach dem Milcheinschuss waren meine Brüste so prall, dass ich keine Chance hatte, sie zu greifen. Aber vielleicht habe ich mir auch zu wenig Mühe gegeben, denn ich wusste, dass ich ja Stillhütchen benutzen kann. Nur leider wollte Alma, nachdem meine Brüste abgeschwollen waren, auch nichts anders mehr in den Mund nehmen. Ohne Stillhütchen ging also nichts mehr. Anstrengend für mich, denn die Dinger müssen natürlich immer abgekocht werden und was passiert, wenn man mal unterwegs ist und sie vergisst, könnt ihr euch denken. Drama!

Die Zeit mehr genießen

Ja… bla, bla, bla. Genieß die Zeit, sie werden so schnell groß. Aber was soll ich sagen: es stimmt. Habe ich mich doch ab Woche sechs beschwert, dass Alma nur auf meinem Bauch schlafen will. Und jetzt? No way. Mamas Bauch ist sowas von out. Und unser Bett eh. Viel besser wird im eigenen Zimmer, im eigenen Bett geschlafen. Was ich auch gut finde, aber so ab und an vermisse ich die Zweisamkeit zwischen mir und Alma ja schon. Ich denke jede Zeit, jede Phase hat seine Vor- und Nachteile und bei einem zweiten Kind werde ich diese auch noch schneller erkennen.

Noch mehr an sich zu denken

Diese ungefragten Ratschläge und Verpflichtungen kennt jeder. Man muss ja doch jede Meinung anhören – denkste – und man darf keinem vor dem Kopf stoßen. Wenn wir schon bei Meinung sind und ich euch hier einfach mal ungefragt Ratschläge gebe (ihr könnt ja jetzt weg klicken) dann: Bitte, bitte hört nicht so viel auf andere Leute. Wenn jemand fragt, ob er euch einen Ratschlag geben kann, sagt (wenn ihr euch danach fühlt) einfach: nein. Macht euer eigenes Ding. Ihr wisst schon, wie das geht.

Und nun zu euch

Ich habe euch gefragt: Was würdet ihr anders machen, wenn ihr könntet? Lustigerweise habe ich sehr, sehr, sehr oft die gleiche Antwort bekommen. Ihr sagt fast alle, dass ihr mehr auf euer Bauchgefühl hören wollt, euch nicht so unter Druck setzen (lassen) und die Zeit mehr genießen.

Ein paar Mal kam auch die Antwort, dass ihr euch im Krankenhaus weniger hereinreden lassen würdet, wenn es um das Thema Füttern geht, aber genauso kamen Mails an, in denen stand, dass ihr euch mit dem Stillen nicht mehr so unter Druck setzen würdet.

Im Großen und Ganzen können wir uns aber alle auf die Schulter klopfen, denn eins ist – auch bei jeder kleinen Nörgelei – klar: Wir sind alle Supermamas und können verdammt stolz auf uns sein, dass wir das erste halbe Jahr Mama sein so toll gemeistert haben. Auf Millionen weitere!

Autor: mamaaempf

Mama aempf ist ein Mamablog aus Hamburg. Mama Nina schüttet ihr Herz aus und berichtet von echten Problemen und süßer Freude.

4 Kommentare zu „Ein halbes Jahr Mama und was ich nie wieder so machen würde“

  1. Ja, jeder macht so seine Erfahrungen. Bei Freunden von uns war es so, das wir einen Tag nach der Geburt eingeladen wurden ins KKH. Wir waren natürlich leise und haben so wohl nicht gestört. Beim 2ten war es wieder so, das jeder kommen durfte.

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