Eine Freundschaft wird schwanger

Nina und ich sehen uns so gut wie jeden Tag, sollten wir mal 24 Stunden keinen Kontakt haben, wird eine von uns beiden ganz nervös und greift hektisch zum Hörer. Es ist Liebe, das kann ich sagen. Auch an diesem ganz besonderen Tag kam Nina auf einen Cappuccino im Cafe vorbei und erzählte mir, dass sie gleich zum Frauenarzt müsse, nur mal abklären lassen, warum sie ihre Tage nicht bekommt. Keine große Sache – Nina hatte gerade erst ihre Pille abgesetzt, da ist es ja völlig normal, nicht sofort wieder in dem gewohnten Rhythmus seine Periode zu bekommen. Schwanger sein? Für uns war das ausgeschlossen. Wir machten sogar noch kleine Späßchen über das, was bald so gar nicht mehr unwirklich sein sollte.

Nina hat natürlich die Aufforderung von mir bekommen, sich sofort nach dem Arzt bei mir zu melden, was sie auch tat. Auf meinem Handydisplay erschien ihr Name, mein Herz rutschte mir richtig in die Hose. Hatte ich es vielleicht doch schon geahnt? Am anderen Ende des Telefons hörte ich Ninchen tief schluchzen. Verheult sagte sie nur einen Satz: „Linda, ich bin schwanger“, „Okay, wir treffen und jetzt sofort“. Es war schon ziemlich dunkel und ich sah die sonst so taffe Nina ganz klein und zusammengekauert auf einer Bank sitzen. Wir nahmen uns erst mal gefühlte drei Stunden in den Arm, bis wir uns beide beruhigten und über die neue Situation sprechen konnten. Aber eins war natürlich von Anfang an klar: Die Freude ist riesig! Es gibt bald eine kleine Nina, das ist großartig und bezaubernd und ach, ich weiß gar nicht, was noch alles!

Nach einem starken Minztee kam auch Ninas Lächeln zurück. Von dieser Sekunde an freuten wir uns einfach nur noch wie wahnsinnig. Aber natürlich machte auch ich mir Zuhause meine Gedanken über diesen neuen Lebensabschnitt. Was wird sich in unserer Freundschaft ändern? Wird sich überhaupt etwas ändern? Gibt es jetzt nur noch Mami-und-Baby-Gesprächsthemen? Oh Gott, bitte lass Nina nicht so eine schlimme „Ottensener-Mutti“ werden. All diese Dinge schwirrten mir durch den Kopf. Und wenn wir jetzt mal ehrlich sind: Natürlich wird sich was ändern, das ist ja ganz klar, aber ich bin mir sicher es wird großartig! Und irgendwann, wenn LittleB nicht mehr an Mamas Brust nuckelt, sitzen wir bei einer Flasche Wein und einer großen Portion Pasta am Küchentisch und reden über all das, worüber wir sonst auch reden, nur eben mit Baby in der Wiege neben uns. Ich jedenfalls freue mich auf das, was kommt und ein Minibisschen fühlt es sich so an, als würde ich auch ein Baby bekommen. Zwar kein Ganzes, aber vielleicht ein Viertel. Denn neben Mama und Papa aempf hat LittleB dann noch einen weiteren Beschützer im Schlepptau.

Geschrieben von Linda Waterkamp

Autor: mamaaempf

Mama aempf ist ein Mamablog aus Hamburg. Mama Nina schüttet ihr Herz aus und berichtet von echten Problemen und süßer Freude.

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