Liebe Schreibblockade,

dies ist ein ungeplanter Brief an dich.

Ich würde dir gerne sagen, dass du mir mein Leben nicht einfacher machst. Du kostest mich sehr viel Zeit und Nerven. Dieser Brief ist nun ein verzweifelter Versuch, dich zu bekämpfen. Es ist der dritte Anlauf, meinen Kopf freizubekommen. Oder sagen wir mal so: Meinen Kopf in irgendeiner Art und Weise denken zu lassen. Ich starre seit zwei Stunden wie ein Stück Toastbrot auf das Display meines Macbooks. In meinem Hirn ist heute nur Brei – mein Opa hätte gesagt: „Na, da hat dir aber einer reingeschissen und ordentlich umgerührt!“ Ja, danke Opa. Ach herrlich diese Ruhrpottschnauze. Wie dem auch sei. Ich möchte dich gerne loswerden, vielleicht kannst du mir sagen, was genau dein Problem ist?

Ich habe im Laufe der letzten Stunden versucht, zwei unterschiedliche Themen zu behandeln – die Dokumente umfassen sogar ein paar Zeilen, jedoch steht dort nur reines Bla Bla. Mir fällt einfach nicht mehr ein, was ich eigentlich zu sagen habe, meine Stimme ist verloren gegangen. Obwohl ich doch so dringend etwas sagen wollte?

 Du solltest nicht zu gierig auf die Gedanken der Menschen sein. Wenn man dir den kleinen Finger gibt, möchtest du die ganze Hand haben. Das ist nicht fair. Ich gebe dir die Möglichkeit, in meinen unkonzentrierten Momenten schnell einen Blick in meine Gedankenwelt zu erhaschen. Und was machst du? Du saugst mich aus wie Dementoren, ganz langsam, aber dafür umso intensiver verliere ich jeden Gedanken, jeden Moment der Kreativität, der Spontanität. Ich würde dir gerne einen Gegenvorschlag unterbreiten. Wie wäre es, wenn ich dir, wo immer du auch sitzt, ein paar Krümel von meinem Essen rüberschmeißen würde? Würden die etwas von deinem Hunger stillen?

 Ich möchte dich nicht beleidigen, ich weiß, dass das wahrscheinlich der schlechteste Weg ist, dich um dein Verständnis zu bitten… Jedoch würde es dir gut tun, ein wenig kürzer zu treten. Ich weiß, dass du Schwierigkeiten hast, aus deiner Komfortzone herauszutreten. Dein Übergewicht lässt dich immer träger werden, deine schlechte Haut ist die Folge aus zu viel fetten Wörtern, die du den Menschen ziehst und deine Hornbrille lässt dich auch nicht schlauer aussehen. Aber es gibt eine gute Nachricht. Für dich und für mich! Jeder kann sich ändern und aus seinen Fehlern lernen, also denke mal drüber nach. Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig wach rütteln. Oder noch besser: In den Schlaf sprechen. Sodass ich nun endlich wieder weiterschreiben kann. Mit Ideen und der gewissen Motivation, sie umzusetzen.

 Hoffentlich hören wir lange nicht mehr voneinander.

 Grüße.

Autor: mamaaempf

Mama aempf ist ein Mamablog aus Hamburg. Mama Nina schüttet ihr Herz aus und berichtet von echten Problemen und süßer Freude.

2 Kommentare zu „Liebe Schreibblockade,“

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